Aaliyahs Onkel gibt Cousin Mitschuld am tödlichen Absturz
Der langjährige Manager und Onkel von Aaliyah (†22), Barry Hankerson, erhebt in einem familiären Rechtsstreit einen schweren Vorwurf gegen seinen eigenen Sohn Jomo Hankerson. Der Cousin der 2001 verstorbenen Sängerin soll demnach Mitschuld an den Umständen tragen, die letzten Endes zu ihrem tödlichen Flugzeugabsturz nach einem Videodreh auf den Bahamas führten. Laut TMZ geht aus den Gerichtsunterlagen hervor, dass Jomo damals dafür bezahlt wurde, die Reise für Aaliyah und ihr Team zu organisieren. Sein Vater behauptet jedoch, sein Sohn habe "seine Verantwortung nicht erfüllt". Daraufhin habe die Gruppe für den Rückflug jenes Privatflugzeug genommen, das kurz nach dem Start abstürzte. Laut Barry veränderte sich das Verhältnis zu seinem Sohn nach Aaliyahs Tod dauerhaft. Das Unglück "hätte möglicherweise vermieden werden können, wenn [Jomo] seine bezahlte Aufgabe der Reisekoordination erfüllt hätte", heißt es in Barrys Unterlagen. Jomo bestreitet jedoch sämtliche Anschuldigungen.
Die Anschuldigungen im Hinblick auf den tödlichen Flug sind jedoch lediglich Teil eines größeren Rechtsstreits zwischen beiden Parteien. Jomo fordert von Barry und dessen Label Blackground Records mehr als 1,2 Millionen Dollar Schadenersatz. Grund dafür ist, dass Barry laut Jomo eine Vereinbarung über Masteraufnahmen und Verlagsrechte nicht eingehalten hat. Betroffen sei nicht nur Musik von Aaliyah, sondern auch von Toni Braxton (58), DMX (†50) und Timbaland (55). Laut dem Sohn stehen ihm zwölf Prozent der daraus erzielten Einnahmen zu. Er behauptet, sein Vater habe über das Label Geld verborgen und Ausgaben ohne Bezug zu der Vereinbarung angesetzt. Damit habe sein Vater ihn dazu bringen wollen, einen geringeren Betrag zu akzeptieren. Barry weist jede Anschuldigung zurück und betrachtet die Vereinbarung als ungültig. Zugleich beschuldigt er Jomo, mit der Veröffentlichung bisher unbekannter Songs von Aaliyah gedroht zu haben, sollten dessen finanzielle Forderungen nicht erfüllt werden.
Vor ihrem Tod hatte Aaliyah mit ihrem Team auf den Bahamas das Musikvideo zu "Rock the Boat" gedreht. Am 25. August 2001 wollte die Sängerin einen Tag früher als ursprünglich geplant nach Florida zurückfliegen. Ihr damaliger Freund Damon Dash (55) berichtete, dass Aaliyah schon vor dem Abflug Bedenken hinsichtlich der Maschine geäußert habe. Er habe ihr daraufhin geraten, nicht an Bord zu gehen. Trotz ihrer Sorge trat sie die Reise mit ihrem Team an. Die zweimotorige Cessna 402B stürzte in nicht mal einer Minute nach dem Abheben in der Nähe der Landebahn ab und ging anschließend in Flammen auf. Keiner der neun Insassen überlebte das Unglück. Aaliyah, die neben ihrer Musikkarriere auch als Schauspielerin gearbeitet hatte, wurde nur 22 Jahre alt.











