"Wiedergutmachungsbaby": Hazel Brugger erklärt zweites Kind
Dass das Familienglück nicht immer auf Knopfdruck funktioniert, gehört zu den Themen, die einige Promis mit Vorliebe unter den Teppich kehren. Nicht so Hazel Brugger (32): Die Schweizer Comedienne hat nun im Podcast "Hotel Matze" offen über die schwere Zeit nach der Geburt ihres ersten Kindes gesprochen. Bei der heute 32-Jährigen wurde damals eine postpartale Depression diagnostiziert. Trotz dieser belastenden Erfahrung entschied sie sich später für weiteren Nachwuchs. Im Gespräch mit Podcast-Host Matze Hielscher verriet sie nun, dass in ihr nach der ersten Niederkunft der Wunsch gewachsen sei, das Muttersein noch einmal anders zu erleben. Beim zweiten Mal wollte Hazel stärker auf sich achten und einen positiveren Umgang mit der neuen Situation finden. Rückblickend verwendet sie für ihr jüngeres Kind deshalb eine besondere Bezeichnung: "Wir haben so ein Wiedergutmachungsbaby gekriegt." Dahinter steckte offenbar die Hoffnung auf eine schönere Erfahrung nach der ersten schwierigen Zeit.
Diesen erneuten Kinderwunsch beschreibt Hazel im Gespräch sehr direkt. "Ich wollte das einfach noch einmal in schöner erleben und in 'netter zu mir'", gesteht die zweifache Mädchenmama und fügt selbstkritisch an: "Also wahrscheinlich war es auch einfach Ehrgeiz." Nach ihrer Diagnose reichte ihr ein Psychiater einen konkreten Maßnahmenkatalog an die Hand, der tägliche Spaziergänge sowie feste Ruhephasen vorsah. Die Zeit mit dem zweiten Nachwuchs erlebte Hazel schließlich als deutlich entspannter. "Das zweite, das ist nur am Lächeln die ganze Zeit. Das schläft gut. Sieht aus wie Thomas", berichtet sie bei Matze. Missverstanden wissen will sie diese Erleichterung aber keineswegs. "Ich will jetzt auch nicht, dass es so klingt, als wäre ich nur unzufrieden mit dem ersten Kind gewesen", stellt sie klar. Vielmehr galt: "Das erste Kind scheint ja so schöne Gefühle in mir ausgelöst zu haben, dass ich gesagt habe, ich will das noch mal."
Beim zweiten Nachwuchs ließ Hazel insgesamt deutlich mehr Gelassenheit walten. Sie räumte den eigenen Bedürfnissen mehr Raum ein und ließ ungefragte Ratschläge von außen konsequent an sich abperlen. Diese zwei grundverschiedenen Herangehensweisen veränderten auch ihren Blick auf die eigene Person nachhaltig. Heute blickt die Moderatorin mit spürbar mehr Vertrauen auf künftige Durststrecken. "Das Ende vom Lied ist ja eigentlich, dass ich zuversichtlicher bin als Mensch, als ich vor dem ersten Kind war", resümiert sie im Podcast. Aus den vergangenen Jahren zieht Hazel vor allem die Erkenntnis, die eigenen Grenzen realistischer abzustecken. Die wichtigste Lektion bringt die Autorin schlussendlich so auf den Punkt: "Weil ich einfach weiß, dass ich mir mehr zumuten kann, als ich denke, aber dass ich auch mir nicht so viel zumuten muss."


























