Darum legte David Bowie seinen echten Namen plötzlich ab
Am 17. September 1965, also vor 61 Jahren, wurde aus David (†69) Jones offiziell David Bowie. In einem Schreiben an Ken Pitt, der den Sänger später ebenfalls managte, schrieb sein damaliger Manager Ralph Horton: "Ich habe mir die Freiheit genommen, Ihnen zu schreiben und Ihnen mitzuteilen, dass ich Davies Namen nun in David Bowie geändert habe." Der Brief wurde nun vom Mirror veröffentlicht. Bevor er zu Bowie wurde, stand der Sänger nämlich als Davie Jones auf der Bühne. Doch Davy Jones wurde relativ zeitgleich als Mitglied von "The Monkees" berühmt. Damit es zu keinen Verwechslungen kommt, wurde Davids Name angepasst – dies gilt heute zumindest als Hauptgrund für den Wechsel. 1967 bestätigte Bowie das in einem Fanbrief augenzwinkernd: "Mein richtiger Name ist David Jones, und ich muss Ihnen wohl nicht erklären, warum ich ihn geändert habe. 'Niemand wird einen Affen aus dir machen', sagte mein Manager."
Der Musiker war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 18 Jahre alt und zog mit wechselnden Bands durch London – vom Durchbruch war er weit entfernt. Nun erscheint bei Parlophone eine Sammlung von Musikstücken mit dem Namen "David Bowie: The Shel Talmy Recordings". Sie dokumentiert die Suche des Musikers nach einem eigenen Stil – lange bevor seine spätere Bühnenfigur ausgereift war. Seine damaligen Singles floppten, und erst 1969 landete er mit "Space Oddity" auf Platz fünf der britischen Charts. 1972 machte ihn Ziggy Stardust dann zum Superstar.
Wie sehr der junge Musiker trotz der Misserfolge an sich glaubte, schilderte seine langjährige Freundin und Kollegin Dana Gillespie. Gemeinsam warteten die beiden in der Londoner Denmark Street auf Kontakte und Chancen im Musikgeschäft. Eines Tages habe er sie in eine enge Hörkabine eines Plattenladens gezogen und ihr dort "I Pity the Fool" sowie "Take My Tip" vorgespielt – dabei sei er "vor Stolz geplatzt", erinnerte sie sich laut Mirror. Bis heute gilt Bowie als Ikone und seiner Zeit voraus. Er setzte neue Maßstäbe, nicht nur musikalisch. Sein Style und Auftreten inspirierten seit jeher Fans auf aller Welt.

























