Beunruhigende Nachrichten ereilten uns kürzlich über den Gesundheitszustand des Pussy Riot-Mitgliedes Nadeschda Tolokonnikowa (23). Nachdem sie mit einem Hungerstreik gegen die unmenschlichen Umgangsformen ihres russischen Gefängnisses protestiert hatte, soll sich dies nun auf ihr körperliches Wohlbefinden niedergeschlagen haben. Die 23-Jährige wurde nun auf die Krankenstation verlegt, wie die russische Strafvollzugsbehörde berichtet.

Ganze fünf Tage hatte die Sängerin ohne Nahrung ausgeharrt, bevor ihr Körper kapitulierte. Behörden spekulieren mittlerweile, ob ihr Zusammenbruch der Gefängnisleitung nicht nur recht kam, sondern von dieser auch noch gefördert wurde. In einem Brief an ihren Mann hatte Nadeschda zuvor geschildert, dass ihr gegenüber mehrmals Morddrohungen geäußert worden waren. Zuletzt habe man ihr sogar das Trinkwasser entzogen! "Ohne Wasser stirbt ein Mensch in wenigen Tagen, wenn er einen Hungerstreik macht", klagte sie in dem Schriftstück laut AFP.

Die Gefängnisleitung wehrt sich in der Zwischenzeit vehement gegen die Vorwürfe: Man habe Nadeschda das Wasser sogar zu ihrem eigenen Wohl entzogen, um es auf Empfehlung der Ärzte gegen heißes Wasser auszutauschen.

Die russische Sängerin folgte mit ihrem Hungerstreik dem früheren Beispiel ihrer Band-Kollegin Marija Aljochina (25), die ebenfalls noch in dem Arbeitslager eingesperrt ist. Bisher schaffte es nur eine von den drei verurteilten "Pussy Riot"-Sängerinnen, Jekaterina Samuzewitsch (31), gegen Bewährung entlassen zu werden. Die Haft ihrer beiden Band-Kolleginnen dauert laut Urteil noch etwa ein halbes Jahr. Was Nadeschda Tolokonnikowas Anschuldigungen angeht, so möchte sich nun der russische Menschenrechtsrat der Sache annehmen.

REUTERS / Tatjana Makejewa
ActionPress/ ITAR-TASS
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