Royal-Expertin zerlegt Mette-Marits eisiges Schweigen
In Norwegen sorgt nach dem Urteil gegen Marius Borg Høiby (29) weiter das Schweigen von Kronprinzessin Mette-Marit (52) für Gesprächsstoff. Während der 29-Jährige sich vor Gericht verantworten musste und das Urteil bereits seit dem 15. Juni feststeht, wartet die Öffentlichkeit bis heute vergeblich auf ein Wort der Kronprinzessin. Besonders Royal-Expertin Ingrid Raagaard von Bild zeigt sich irritiert: Sie hatte gehofft, Mette-Marit würde ein klares Zeichen setzen – Mitgefühl für die Opfer zeigen, das Vertrauen in das norwegische Rechtssystem betonen und sich deutlich gegen Alkohol und Drogen positionieren. Stattdessen herrscht Funkstille aus dem Palast.
In ihrem Kommentar kritisiert die Adelsexpertin, dass ausgerechnet die künftige Königin in dieser heiklen Phase nicht sichtbar sei. Der Hof selbst könne offiziell keine Stellung nehmen, erklärt sie, weil Marius zwar zur Familie gehöre, aber nicht zum königlichen Apparat. Umso mehr hätten aus ihrer Sicht Mette-Marit selbst oder Kronprinz Haakon (52) als Stiefvater vor die Öffentlichkeit treten müssen. Raagaard hätte sich gewünscht, dass die Kronprinzessin nicht nur Trost für ihren Sohn sucht, sondern auch die Perspektive der Betroffenen anspricht. "Sie könnte anderen Müttern von schwierigen Kindern durchaus helfen, wenn sie über ihre eigenen Erfahrungen und Fehler sprechen würde", schreibt sie. Ein kurzes Statement, eventuell schon im Vorfeld vorbereitet, hätte aus ihrer Sicht gereicht, um zu zeigen, dass die Kronprinzessin sowohl Mutter als auch Repräsentantin des Landes ist.
Gleichzeitig verweist der Kommentar auf die schwere persönliche Lage der Royal. Seit Jahren kämpft Mette-Marit gegen eine Lungenfibrose. Zuletzt wurde sie auf die Warteliste für ein neues Organ gesetzt. Laut Raagaard könnte die Kronprinzessin aktuell sogar im Krankenhaus sein – rund um sie gebe es aber ein enges Umfeld, das sie im Alltag unterstützt: Ehemann Haakon, die gemeinsamen Kinder sowie zahlreiche Mitarbeiter im Schloss. Das Schweigen sagt viel aus, gerade weil Mette-Marit in ihrem familiären Umfeld als liebevolle Mutter gilt, die ihren Sohn auch im Gefängnis besucht und emotional stark mitgenommen wirkt. Wie sie privat mit der Situation umgeht, bleibt indes hinter den Palastmauern – ebenso wie eine Botschaft an die Opfer, die viele Norweger nun vermissen.










