Wegen Mette-Marit: Norwegens Organspender-Zahlen explodieren
Die Erkrankung von Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (52) löst einen historischen Organspender-Boom in ihrem Heimatland aus. Seit der offiziellen Bekanntmachung des Königshauses am 5. Juni, dass die 52-Jährige aufgrund ihrer chronischen Lungenfibrose auf die Transplantationsliste gesetzt wurde, registrierten sich in nur wenigen Tagen insgesamt 12.671 Menschen digital als Organspender. Aleksander Sekowski, Informationschef der Stiftung Organspende, spricht gegenüber Dagbladet von einer "fast 18.000-prozentigen Steigerung" im Vergleich zum Vormonat – und zeigt sich begeistert von der enormen Resonanz.
Die Zahlen verdeutlichen die Wucht des sogenannten "Kronprinzessinnen-Effekts": Wurden am 1. Juni noch 147 digitale Spenderausweise ausgestellt, schnellte die Zahl am Tag der offiziellen Bekanntmachung auf 2.843 in die Höhe. Den Höchststand erreichte die Welle am 6. Juni mit 3.292 Registrierungen an einem einzigen Tag. "Wir sehen, dass viele Menschen jetzt Mitgefühl für Kronprinzessin Mette-Marit haben. Diejenigen, die ursprünglich eher neutral zu diesem Thema standen, haben nun eine positive Entscheidung getroffen und endlich etwas getan", sagte Sekowski gegenüber P4 Nyhetene. Die Registrierungen laufen entweder über eine spezielle Spenderausweis-App oder über das Portal Helsenorge.
Inzwischen gibt es für die Kronprinzessin selbst eine erfreuliche Entwicklung: Das norwegische Königshaus teilte am Mittwoch mit, dass sich Mette-Marit erfolgreich einer Lungentransplantation am Rikshospitalet in Oslo unterzogen hat. "Die Lungentransplantation ist bislang erfolgreich verlaufen", erklärte Arnt Fiane, Leiter der Thoraxchirurgischen Abteilung des Krankenhauses. Die 52-Jährige werde nun, wie alle frisch transplantierten Patienten, noch mehrere Wochen stationär behandelt, damit Medikamente eingestellt, mögliche Komplikationen überwacht und die Rehabilitation begleitet werden können.
Auch Kronprinz Haakon (52) lässt die Erkrankung seiner Frau nicht unberührt. Der Thronfolger hat zuletzt mehrere offizielle Termine abgesagt, um mehr Zeit mit ihr verbringen zu können. Das Königshaus bestätigte nun außerdem, dass er sein Programm auch in den kommenden Wochen entsprechend anpassen werde, um während ihrer Genesung an ihrer Seite zu sein. Das Kronprinzenpaar bedankte sich zugleich für die zahlreichen Genesungswünsche und die große Anteilnahme. Die Unterstützung bedeute ihnen in dieser herausfordernden Zeit sehr viel.











