Charlotte Casiraghi machte "sich klein" für Akzeptanz
Charlotte Casiraghi (39) hat sich in einem Interview offen über ihre Erfahrungen als Royal in der Öffentlichkeit geäußert. Gegenüber dem Psychologies-Magazin beschrieb die 39-Jährige, wie sie sich schon von klein auf unter ständiger Beobachtung fühlte. "Man zieht sich zurück, macht sich ganz klein, um akzeptiert zu werden, um dem zu entsprechen, was man repräsentiert", so die Nichte von Fürst Albert (68). Auch wenn alles versucht worden sei, die Kinder davor zu schützen, sei "der Blick der Außenwelt" für sie immer "allgegenwärtig" gewesen.
Dabei habe sie als Mädchen deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen als ihre Brüder Andrea (42) und Pierre Casiraghi (38). Obwohl sie "ungefähr genauso" erzogen worden sei wie die beiden, habe sie dennoch einen klaren Unterschied wahrgenommen: "Von Mädchen erwartet man immer mehr, man verlangt von ihnen eher, sich bestimmten Erwartungen anzupassen, man nimmt ihr Liebesleben, ihre Entscheidungen, ihr Aussehen viel genauer unter die Lupe." Auch ihre Mutter Caroline von Hannover (69) spielte dabei eine prägende Rolle: "Ich bin mit einer brillanten, äußerst gebildeten Mutter aufgewachsen, die hohe intellektuelle Ansprüche stellte", erzählte Charlotte. Dieser Druck habe sie zwar geformt, ihr aber auch zeitweise die Freude am Lesen geraubt – sie wollte so sehr die richtige Antwort geben, dass sie sich von ihren eigenen Gefühlen entfernte.
Inzwischen habe sie ihren Weg zurückgefunden. Das Schreiben sei für sie heute "ein Akt der Freiheit". Außerdem habe sie akzeptiert, dass für viele Menschen ihr Name und ihre Familie immer zuerst im Vordergrund stehen. Mit ihrem Buch "La Fêlure", das Anfang 2026 erschienen ist, hat Charlotte diesen Weg der Selbstfindung nun auch literarisch verarbeitet. Es ist das erste Werk, das sie allein als Autorin verfasst hat – rund 370 Seiten mit literarischen und philosophischen Betrachtungen. "Dieses Buch bekräftigt, wer ich bin. Es ist die einzige Möglichkeit, mich selbst zu definieren und es nicht mehr anderen zu überlassen, dies an meiner Stelle zu tun", erklärte sie.









