Mikaela Shiffrin sah Aufnahmen vom Unfalltod ihres Vaters
Es ist ein intimer und schmerzhafter Einblick in die Trauerarbeit eines Weltstars. Ski-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin (31) hat im CNN-Podcast "All There Is with Anderson Cooper" schonungslos offen über den Verlust ihres Vaters Jeff gesprochen, der im Februar 2020 im Alter von 65 Jahren nach einem Sturz vom heimischen Dach in Colorado verstarb. Die heute 31-Jährige gestand, dass sie nach dem Unfall die Aufnahmen der hauseigenen Sicherheitskameras gesichtet hat – getrieben von der quälenden Frage, ob ihr Vater eine Überlebenschance gehabt hätte.
"Mein Ziel war es, zu sehen, wie lange er dort lag, mit seiner blutenden Wunde am Kopf, bis ihn jemand fand", erzählte Mikaela. Ihre bittere Erkenntnis nach der aufwühlenden Sichtung des Videomaterials: Es vergingen ganze achteinhalb Minuten bis zur Entdeckung. Auf den Bildern sah sie, wie ihr Papa am Boden liegend seine Beine bewegte. Es war eine vertraute Geste: Als Anästhesist hatte er seiner Tochter stets beigebracht, durch diese Bewegung die Durchblutung zu fördern. Für die Athletin ein herzzerreißender Beweis, dass ihr Vater noch versuchte, sich selbst zu retten.
Der tragische Verlust ihres Vaters sowie weitere persönliche Schicksalsschläge stürzten Mikaela in eine tiefe existenzielle Krise und lähmte sie sportlich wie emotional. Der Sinn des Leistungssports habe sich ihr lange Zeit nicht mehr erschlossen, erklärte sie im Interview. Erst bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand, wo sie die Goldmedaille im Slalom gewann, fand sie einen Weg, den Schmerz in sportliche Erfolge zu transformieren. Statt mit dem Schicksal zu hadern, dass ihr wichtigster Unterstützer diesen Triumph nicht mehr miterleben durfte, nutzte sie den Moment im Zielraum, um in der Stille ganz nah bei ihm zu sein.









