Enthüllt: Kurz vor der Hochzeit wollte Diana alles absagen

Enthüllt: Kurz vor der Hochzeit wollte Diana alles absagen

- Hannah Kändler
Lesezeit: 2 min
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Ein neues Buch über Prinzessin Diana (†36) wirft einen ungewöhnlich persönlichen Blick auf das Innenleben der verstorbenen Königin der Herzen. Journalistin und Royals-Expertin Catherine Mayer beleuchtet in ihrem Werk "Divide and Rule: Royal Women and Their Battles", wie Dianas tiefes Mitgefühl und ihr romantischer Idealismus ihr Leben und ihre Ehe mit dem damaligen Prinzen Charles (77) geprägt haben. Freunde erinnern sich an Diana als außergewöhnlich empathischen Menschen: Schon in der Schule besuchte sie freiwillig eine einsame ältere Frau – und tat dabei weit mehr, als verlangt wurde. "Sie war ohne jeden Zweifel einer der mitfühlendsten und einfühlsamsten Menschen, die ich je getroffen habe", wird eine ihrer langjährigen Freundinnen in dem Buch zitiert.

Doch Dianas Vorstellung von Liebe war laut Mayer maßgeblich durch Liebesromane geprägt, die sie als Teenager regelrecht verschlang. Ihre Stiefgroßmutter war die britische Schriftstellerin Barbara Cartland, bekannt für romantische Groschenromane – und Diana konnte davon offenbar nicht genug bekommen, wie das Magazin People berichtet. Eine Schulfreundin verriet der Autorin: "Das war die Lektüre für ihr gesamtes Schuljahr. Sie hatte buchstäblich eine ganze Schublade voll mit diesen Dingen." Diese Romane hätten bei Diana eine Sehnsucht nach perfekter, romantischer Liebe geweckt, die mit der Realität ihrer Ehe kaum vereinbar war. Kurz vor der Hochzeit am 29. Juli 1981 sollen die Zweifel der Prinzessin sogar so groß gewesen sein, dass sie ihren Schwestern sagte, sie wolle die Trauung absagen – doch die antworteten ihr, es sei zu spät. Mayer beschreibt Charles und Diana als "zwei beschädigte Unschuldige", die mit widersprüchlichen Erwartungen in die Ehe gegangen seien.

Diana war das Kind einer gescheiterten Ehe: Ihre Eltern, John Spencer und Frances Spencer, ließen sich scheiden, als sie noch ein Kind war. Dieses frühe Erlebnis habe laut Mayer paradoxerweise sowohl ihren Willen gestärkt, selbst keine Scheidung durchzumachen, als auch eine solche wahrscheinlicher gemacht. Ihr legendäres Mitgefühl zeigte sich im Laufe ihres Lebens immer wieder – so auch 1987, als sie öffentlichkeitswirksam einem AIDS-Kranken die Hand hielt und damit Vorurteile gegenüber der Krankheit bekämpfte. Mayer betont dabei, dass Diana diese Besuche nicht nur vor der Kamera, sondern auch im Privaten zahlreich machte. Hunderte Fotos zeigen sie, wie sie Menschen in die Arme schloss – ihre Söhne eingeschlossen.

Prinzessin Diana, April 1983
Getty Images
Prinzessin Diana, April 1983
Prinz Charles und Prinzessin Diana bei der Hochzeit 1981
Getty Images
Prinz Charles und Prinzessin Diana bei der Hochzeit 1981
König Charles, Prinzessin Diana und Prinz William 1983
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König Charles, Prinzessin Diana und Prinz William 1983
Hat die Liebe à la Groschenroman Dianas Ehe mit Charles eher beflügelt oder belastet?