Nach WM-Blamage: Mats Hummels fordert "Konsequenzen"
Nach dem erneuten WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft hat Mats Hummels (37) bei MagentaTV eine schonungslose Abrechnung mit dem DFB geliefert. Der Ex-Nationalspieler, der selbst 78 Länderspiele für Deutschland bestritt, sparte dabei niemanden aus: Er kritisierte die Verantwortlichen, das Trainerteam um Julian Nagelsmann (38) und die Spieler gleichermaßen. "Auf Verantwortlichenseite schreit es schon irgendwie nach Konsequenzen. Das kann ich nicht anders sagen", machte er seinem Ärger Luft. Damit war er deutlich direkter als andere TV-Experten wie Christoph Kramer (35) oder Per Mertesacker (41), die im ZDF das mögliche Ende Nagelsmanns als Bundestrainer lediglich andeuteten.
Mats ist überzeugt, dass die schlechten Ergebnisse vorhersehbar waren: "Es ist für mich kein Zufall, dass es seit der EM 2016 kein einziges starkes Turnier mehr von Deutschland gegeben hat. Und wir reden von einem Jahrzehnt! Als Deutschland!" Die Heim-EM 2024 werde seiner Meinung nach sportlich viel zu positiv bewertet, das Nations-League-Turnier 2025 sowie die WM 2026 seien klare Enttäuschungen gewesen. Als Beleg führt er an, dass Deutschland unter drei völlig verschiedenen Trainern – Joachim Löw (66), Hansi Flick (61) und Julian Nagelsmann – stets schwächelte, weshalb die Hauptverantwortung seiner Ansicht nach bei den Spielern liege. Konkret spricht er Routiniers wie Antonio Rüdiger (33), Leon Goretzka (31), Leroy Sané (30) und Kapitän Joshua Kimmich (31) an, die alle mehrfach die Chance hatten, bei Turnieren zu glänzen. "Da erwarte ich auch von einigen Spielern, dass sie selber sagen: Ich mache nicht mehr weiter. Aber ich erwarte auch, dass der aktuelle oder eventuell der neue Bundestrainer ein paar harte Entscheidungen trifft", forderte Mats abschließend.
Kimmich selbst hatte sich nach dem WM-Aus zu Wort gemeldet und einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft kategorisch ausgeschlossen. Er nahm dabei sich und seine Mitspieler in die Pflicht und lieferte eine selbstkritische Analyse des Turniers. "Dafür müssen wir auch Verantwortung übernehmen, da darf sich jetzt auch keiner rausnehmen, sondern dafür müssen wir gerade stehen, weil wir Spieler, die auf dem Platz standen, haben das verbockt. Das war nicht der Trainer, nicht die Medien, nicht der Schiedsrichter, auch nicht der Gegner, sondern das waren einzig und allein wir." Mats hingegen setzt nun darauf, dass sowohl der DFB als auch der aktuelle oder ein möglicher neuer Bundestrainer personelle Konsequenzen ziehen – und zwar auf allen Ebenen.











