Olivia Wilde verrät: Daran scheitert guter Sex wirklich
Rund um den Kinostart ihrer dritten Regiearbeit "The Invite" spricht Olivia Wilde (42) offen über ein Thema, das viele lieber umgehen: Woran guter Sex tatsächlich scheitert. Für die Schauspielerin und Regisseurin liegt das Problem laut dem Schweizer Magazin Blick nicht in mangelnder Technik, sondern in Scham, Unsicherheit und darin, dass Paare nicht über ihre Wünsche und ihre Intimität sprechen. Offene Gespräche mit dem Partner seien eine Grundvoraussetzung für erfüllende Sexualität. Dass Frauen in Beziehungen, in denen viel geredet wird, häufiger zum Orgasmus kommen, überrascht sie deshalb kein bisschen. "Wie soll man guten Sex haben, wenn man mit dem Partner nicht darüber sprechen kann? Gleichzeitig tragen wir immer noch kulturell tief verankerte Scham mit uns herum", erklärte sie im Interview. Genau diese Mischung aus Verlegenheit und Sprachlosigkeit ist aus ihrer Sicht das eigentliche Hindernis im Schlafzimmer.
Dabei unterscheidet Olivia zwischen dem eher oberflächlichen Austausch über Sexstellungen und der weitaus persönlicheren Frage, warum ein Paar überhaupt keinen Sex mehr hat. Dann gehe es nämlich nicht mehr um Technik, sondern um den Zustand der gesamten Beziehung. Ihr Rat an Paare fällt entsprechend augenzwinkernd aus: "Alle drei Sachen! Genau in dieser Reihenfolge: mehr reden, mehr Sex, die Nachbarn einladen – und danach wieder darüber reden." Auch bei Partnertausch oder polyamoren Konstellationen sei ehrliche Kommunikation aus ihrer Sicht der entscheidende Faktor. Nicht das sexuelle Experiment selbst bringe eine Partnerschaft ins Wanken, sondern der Umgang miteinander und mit den Folgen. Besonders romantisch findet die Regisseurin es, wenn beide offen prüfen, ob ein Partnertausch wirklich in Ordnung ist, ehrlich zustimmen und sich die Erfahrung gegenseitig gönnen. Gesellschaftliche Vorstellungen erschweren solche Gespräche allerdings nach wie vor – Olivia verweist dabei auf die puritanischen Wurzeln in den USA, die den Blick auf Sex, Ehe, Frauen und Lust bis heute prägen.
Schon zuvor hatte die Filmemacherin anlässlich von "The Invite" gegenüber People betont, dass sich Beziehungen ohne schwierige Gespräche kaum über lange Zeit halten lassen. Ihr Film greife auch Fragen auf, mit denen sie selbst konfrontiert war: Intimität, Ehe, Liebeskummer und der Moment, in dem eine Partnerschaft endet. Olivia war von 2011 bis 2020 mit Jason Sudeikis (50) liiert, aus der Beziehung stammen zwei gemeinsame Kinder. Anschließend war sie mit Harry Styles (32) zusammen, den sie bei Dreharbeiten kennengelernt hatte – 2022 gaben die beiden ihre Trennung bekannt. Das Ende einer Ehe bedeutet für sie nicht automatisch ein Scheitern. Gerade wenn Kinder da sind, könne eine Trennung sogar ein liebevoller Schritt sein: dann nämlich, wenn sich die Beteiligten zwar nicht mehr als Paar sehen, sich aber weiterhin als eigenständige Menschen schätzen.











