"Akte X"-Star Gillian Anderson liebte ihre Mitschülerin
Gillian Anderson (58) hat einen sehr persönlichen Einblick in ihre Jugend gewährt. In einem Interview mit The Sunday Times sprach die Schauspielerin über eine gleichgeschlechtliche Beziehung, die sie während ihrer Highschoolzeit heimlich führte. Mit elf Jahren war sie von London in das konservativ geprägte Grand Rapids im US-Bundesstaat Michigan gezogen. Dort verliebte sie sich als Teenagerin in ein älteres Mädchen – doch das Umfeld ließ diese Beziehung nicht zu. "Es fühlte sich geheim, verboten und falsch an, und wir mussten uns verstecken", erinnerte sich die 58-Jährige. Scham habe die damalige Liebe begleitet.
"Ich hatte definitiv das Gefühl, dass mir die Worte dafür fehlten", erklärte die Schauspielerin ihre damalige Unsicherheit im Gespräch mit The Sunday Times. Auch spätere Beziehungen mit Frauen hätten für sie nicht automatisch eine eindeutige sexuelle Identität bedeutet. "Selbst später, als ich andere Beziehungen [mit Frauen] hatte, bin ich mir nicht sicher, ob ich sie jemals als potenziell für immer betrachtet habe", so Gillian weiter. In Grand Rapids habe sie sich ohnehin wie eine Außenseiterin gefühlt: Mit Nasenring und Irokesenschnitt sei sie die einzige Punkerin in der konservativen Stadt gewesen – und habe unter einem geringen Selbstwertgefühl gelitten.
Rebellisch und ausgesprochen willensstark – so beschreibt sich die Akte X-Darstellerin rückblickend selbst. Schon mit zwölf Jahren habe sie sich mit einem gefälschten Ausweis in Schwulenbars geschlichen und dort getanzt. Ihre Mutter habe ihr kaum Grenzen setzen können. Mit 15 sei dann eine weitere ungewöhnliche Jugendbeziehung gefolgt: Ihr damaliger Freund war 24 Jahre alt, das Paar blieb drei Jahre zusammen. Später war Gillian zweimal verheiratet – von 1994 bis 1997 mit dem "Akte X"-Mitarbeiter Clyde Klotz und von 2004 bis 2006 mit dem Dokumentarfilmer Julian Ozanne. Aus ihrer ersten Ehe stammt eine Tochter, mit ihrem Ex-Partner Mark Griffiths hat sie zwei Söhne. Über ihren aktuellen Partner sagte sie The Sunday Times: "Die Person, die ich als meinen Lebenspartner betrachte, ist zufällig männlich. Aber ich glaube, ich würde genauso empfinden, wenn es eine Frau wäre."










