"Akte X"-Star Gillian Anderson gesteht Fehler als junge Mama
Gillian Anderson (58) blickt kurz nach ihrem 58. Geburtstag selbstkritisch auf ihre Anfangszeit als Mutter zurück. Die Geburt ihrer Tochter Piper fiel nahezu mit ihrem großen Durchbruch als FBI-Agentin Dana Scully in der Erfolgsserie Akte X zusammen. Gegenüber The Sunday Times räumte die Schauspielerin nun ein, dass ihre damaligen beruflichen Entscheidungen zulasten ihres Kindes gegangen seien. "Nein, es gibt ein paar Dinge in Bezug auf meine frühe Zeit als Mutter, bei denen ich heute sagen würde: Ich wünschte, ich hätte das besser durchdacht oder wäre weniger egoistisch gewesen", erklärte Gillian. Während die Mysteryserie zu einem weltweiten Phänomen wurde, verbrachte sie teilweise bis zu 17 Stunden am Tag vor der Kamera. Dadurch konnte die Serienbekanntheit nach eigener Einschätzung nicht so oft für Piper da sein, wie sie es sich aus heutiger Sicht gewünscht hätte.
Pipers Vater ist Gillians erster Ehemann Clyde Klotz, der bei "Akte X" als Assistenz-Art-Direktor tätig war. Nach der Scheidung im Jahr 1997 musste die gemeinsame Tochter regelmäßig zwischen ihrer in Los Angeles arbeitenden Mutter und ihrem in Vancouver lebenden Vater pendeln. Damit Piper in beiden Städten eine einheitliche Schulbildung erhielt, besuchte sie jeweils ein französisches Lycée. Bereits im Alter von sechs Jahren stieg sie deshalb ungefähr alle drei Wochen in ein Flugzeug. "Es war anstrengend für sie, ohne Französisch im Elternhaus plötzlich alle drei Wochen in ein Flugzeug steigen zu müssen. Das ist eine Menge, die man von einer Sechsjährigen verlangt", gab Gillian gegenüber The Sunday Times zu. Obwohl sie neben David Duchovny (66) eine der beiden Hauptrollen spielte, glaubte sie damals offenbar nicht, sich gegen den belastenden Drehplan stellen zu können. Rückblickend sieht sie das anders: "Die Serie hätte ohne mich nicht funktioniert, also hatte ich eine Verhandlungsposition, von der ich nicht sicher bin, ob ich sie damals erkannt habe."
Bereits zuvor hatte Gillian Anderson zugegeben, schon zehn Tage nach der Entbindung wieder am Set gestanden zu haben. In der "Today"-Show blickte sie vor zwei Jahren mit gemischten Gefühlen auf diese Zeit zurück. "Ich denke, wenn ich mich nicht so schuldig gefühlt hätte, dass ich in der ersten Staffel schwanger wurde, hätte ich vielleicht besser auf mich aufgepasst und mehr darauf geachtet, was ich brauche", sagte sie. Und sie machte klar, wie groß der Druck damals gewesen sein soll: "Ich war so sehr mit dem Gedanken beschäftigt: Ich wäre fast gefeuert worden, ich habe Mist gebaut, ich werde alles tun, was sie sagen."










