Aryna Sabalenka dachte nach Niederlage ans Karriereende
Aryna Sabalenka (28) hat einen ungewohnt privaten Einblick in ihr Seelenleben gegeben. Die Tennisspielerin verriet der schwedischen Zeitung Aftonbladet, dass ihr die Rückschläge bei den großen Turnieren in dieser Saison weit mehr zugesetzt haben, als es nach außen den Anschein hatte. Nach ihrem Aus im Viertelfinale der French Open in Paris vor einigen Monaten spielte sie sogar mit dem Gedanken, den Schläger für immer aus der Hand zu legen und ihre Karriere zu beenden. In dieser Phase erlebte die Weltranglistenerste auch einen regelrechten emotionalen Zusammenbruch. Eine ganze Nacht lang habe sie nichts anderes getan, als zu weinen. "Ich weinte wie verrückt. Ich hatte keine Tränen mehr übrig. Als ich am nächsten Tag aufwachte, war ich total aufgedunsen", schilderte sie ihren Tiefpunkt.
Auch das nächste Grand-Slam-Turnier brachte nicht die erhoffte Wende: In Wimbledon war für Aryna im vergangenen Monat bereits im Achtelfinale Schluss. Auf der Pressekonferenz danach kündigte sie an, sich nun ordentlich betrinken zu wollen. Tatsächlich fiel die Verarbeitung der Enttäuschung aber deutlich zahmer aus, wie sie gegenüber Aftonbladet einräumte. "Ich trank ein paar Drinks. Ich tanzte ein bisschen und vergaß das Tennis für ein paar Tage. Aber ich war nie betrunken", stellte die Sportlerin klar. Ein Grand-Slam-Titel blieb ihr in diesem Jahr bislang verwehrt. Die letzte Chance, das noch 2026 zu ändern, bieten die US Open in New York, die in weniger als zwei Wochen beginnen.
Die Serie an Enttäuschungen steht in deutlichem Gegensatz zu dem, was Aryna in ihrer Laufbahn bereits erreicht hat. Vier Grand-Slam-Titel konnte die gebürtige Belarussin bisher einfahren, insgesamt stehen 24 Turniersiege in ihrer Bilanz. An der Spitze der Weltrangliste steht sie nach wie vor. Und auch privat läuft es: Derzeit plant sie mit ihrem Partner Georgios ihre Hochzeit in Griechenland. Die Niederlagen der vergangenen Monate verarbeitete sie erst mit Tränen und Gedanken an ein Karriereende, später mit ein paar Tagen Abstand vom Sport, in denen Tennis für sie keine Rolle spielte.










