Taylor Sheridan rechnet gnadenlos mit Los Angeles ab

Taylor Sheridan rechnet gnadenlos mit Los Angeles ab

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Deutliche Worte über die Traumfabrik: Taylor Sheridan hat Los Angeles bei einem Auftritt im Podcast "Rodeo Time" ordentlich abgewatscht. Der Regisseur, Autor und Serienmacher nannte die US-Filmmetropole schlicht einen "schrecklichen Ort", an dem man außer Sport zu treiben nichts unternehmen könne. Dass er hinter zahlreichen großen Hollywoodproduktionen steckt, hält ihn offenbar nicht davon ab, der Stadt konsequent den Rücken zu kehren. "Ich bin der größte Contentproduzent in Hollywood, und ich war seit sieben Jahren nicht mehr bei diesem armseligen Miststück", stellte er klar. Sein TV-Imperium mit Erfolgsserien wie Yellowstone, "Landman", "Lioness" und "Tulsa King" baut er stattdessen von Granbury im US-Bundesstaat Texas aus auf. Seine Aussage macht damit vor allem eines deutlich: Für seine Arbeit braucht Taylor Los Angeles nicht – seine Projekte entstehen weit entfernt von der Filmmetropole.

Berufliche Basis des Serienmachers ist die Bosque Ranch im Norden von Texas. Zusätzlich betreibt er mit den SGS Studios in Fort Worth eigene Tonbühnen und aufgebaute Filmsets. Beide Standorte dienten bereits als Drehorte für mehrere seiner Serien und ermöglichen es ihm, seine Stoffe komplett außerhalb von Hollywood umzusetzen. Zu Beginn seiner Karriere sah das noch anders aus: Damals arbeitete Taylor als Schauspieler in Los Angeles und erlebte dort nach eigenen Angaben Regisseure, die ihre Crews und Darsteller regelmäßig anschrien. Von diesem Führungsstil hält er nichts. "Es ist Führung aus Frustration heraus. Es ist eine schreckliche Art zu führen, und sie schafft eine Atmosphäre, an der niemand teilhaben möchte", betonte er. Ohne Kameraleute, Kostüm- und Produktionsdesigner sowie die übrige Crew könne er nichts erschaffen. Deshalb müsse er freundlich um Unterstützung bitten und sich anschließend erkenntlich zeigen.

Sein jüngstes Projekt ist die dritte Staffel von "Lioness", die am 2. August gestartet ist. Darsteller Michael Kelly (58) schwärmte von der Zusammenarbeit und schilderte gegenüber ScreenRant, was er dem Serienmacher persönlich zugesichert habe: "Bro, was auch immer du jemals von mir willst, ich mache es. Ich liebe es, in Texas zu sein. Ich liebe es, deine Worte zu sprechen." Michael bezeichnete Taylor zudem als außergewöhnliches Talent, brillanten Kopf und einen der größten Geschichtenerzähler. Auch Zoe Saldana (48) fand lobende Worte und hob im Gespräch mit CBS Mornings vor allem seinen Umgang mit weiblichen Figuren hervor: "Wenn es eine Sache gibt, die ich am meisten liebe, dann sind es Männer, die Frauen wirklich sehen und wissen, wie man Frauen schreibt." Besonders schätzt die Schauspielerin, dass ihre Figur Joe verantwortungsstark und verletzlich zugleich gezeigt wird. Vor ihrem Team bricht sie nie zusammen, privat wird dagegen sichtbar, wie sehr sie darum ringt, alles zu bewältigen.

Taylor Sheridan bei der Premiere von "Yellowstone" in den Paramount Studios, Hollywood, am 11. Juni 2018
Getty Images
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Auf dem Stagecoach Festival 2023 spricht eine Person auf der Bühne
Getty Images
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Auf der Premiere von "1883" in Las Vegas: Taylor Sheridan spricht auf der Bühne
Getty Images
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Taylor Sheridan nennt Los Angeles einen "schrecklichen Ort": Wie beurteilt ihr seine Abrechnung?