Andy Murray schließt Rückkehr zum Profitennis endgültig aus

Andy Murray schließt Rückkehr zum Profitennis endgültig aus

- Nicole Vasiljuk
Lesezeit: 2 min
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Wer heimlich darauf gehofft hat, Andy Murray (39) noch einmal über einen Centre Court hechten zu sehen, muss jetzt ganz stark sein. Der Schotte hat einem Comeback im Profitennis eine glasklare Absage erteilt. Auf die Frage, ob er sich eine Rückkehr vorstellen könne, antwortete er bei BBC Sports Scotland kurz und knapp: "Nein, ich habe kein Interesse, und ich bin wirklich froh darüber." Der dreifache Grand-Slam-Sieger, der unter anderem zweimal in Wimbledon triumphierte, hatte seine aktive Laufbahn nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris beendet. Rund zwei Jahre später zieht er ein erstaunlich entspanntes Fazit: Der Wettkampfsport fehlt ihm nicht – und zum Schläger greift er inzwischen ohnehin nur noch selten.

Wie wenig er dem alten Profialltag hinterhertrauert, machte Andy im Interview unmissverständlich klar: "Ich habe es überhaupt nicht vermisst. Ich schlage eigentlich keine Bälle mehr, außer wenn ich muss. Ich genieße es einfach, dem Sport eine Weile fernzubleiben. Ja, Golf zu spielen, bei meiner Familie zu sein und eine Zeit lang einfach normale Dinge zu tun." Ein winziger Anflug von Wehmut habe ihn im vergangenen Jahr trotzdem einmal erwischt – nämlich, als er kurz vor Turnierbeginn an Wimbledon vorbeifuhr. "Ich dachte, es könnte schön sein, dort zu spielen. Aber ehrlich gesagt war es das", erzählte er gegenüber Harper's Bazaar. Ganz ohne Tennis geht es dann aber doch nicht: Nach seinem Rücktritt coachte der Brite zeitweise Novak Djokovic (39) und unterstützte zuletzt seinen Landsmann Jack Draper.

Deutlich mehr Zeit verbringt Andy inzwischen mit seiner Frau Kim Murray und den vier gemeinsamen Kindern. Statt Koffer zu packen und von Turnier zu Turnier zu jetten, stehen nun ganz andere Termine im Kalender: die Kinder zum Schulbus bringen, bei ihren Sportwettkämpfen mitfiebern und im Schachclub die Daumen drücken. Kim erklärte, dass sich das Leben des Paares bereits gegen Ende seiner Karriere spürbar verändert hatte. Durch die Kinder, die zahlreichen Verletzungen ihres Mannes und die Coronapandemie seien sie längst nicht mehr dieselben Menschen gewesen wie in ihren Zwanzigern. Diese neue Lebensphase machte dem früheren Weltranglistenersten den Übergang in den Ruhestand offenbar deutlich leichter. Andy hatte in seiner Karriere neben den beiden Wimbledon-Titeln auch die US Open gewonnen und zweimal olympisches Gold geholt.

Andy Murray bei seiner "Centre Stage"-Tour, 2025
Getty Images
Andy Murray bei seiner "Centre Stage"-Tour, 2025
Andy Murray beim Trainingsrundenspiel in Kingsbarns vor der Alfred Dunhill Links Championship 2025
Getty Images
Andy Murray beim Trainingsrundenspiel in Kingsbarns vor der Alfred Dunhill Links Championship 2025
Andy Murray und Kim Sears im Juli 2013
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Andy Murray und Kim Sears im Juli 2013
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