Interview: Melinda Gates spricht unter Tränen über Epstein
Fünf Jahre nach der Scheidung von Microsoft-Gründer Bill Gates (70) spricht Melinda French Gates (61) offen über ein Thema, das ihre Ehe überschattete: die Kontakte ihres Ex-Mannes zum später verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66). In einem emotionalen Interview mit The Guardian rang sie dabei sichtbar um Fassung. Dem Bericht zufolge suchte sie während des Gesprächs immer wieder nach Worten, schaute aus dem Fenster und wirkte sichtlich den Tränen nahe. "Mein Herz rast", erklärte sie. Anschließend stellte sie die Frage: "Hatten Sie schon einmal mit jemandem zu tun, bei dem Sie einfach wussten, dass er böse ist?" Genau dieses Gefühl habe sie bei Epstein gehabt, so Melinda weiter.
Die Unternehmerin bezeichnete Epstein als "abscheulichen Menschen" und "widerwärtigen Mann" und erklärte, dass sie mit den jungen Frauen mitfühle, die Opfer seines Missbrauchs geworden seien. Sie selbst habe sogar Albträume von ihm gehabt. Als die Nachfragen des Interviews nicht aufhörten, wollte sie das Gespräch zunächst komplett abbrechen: "Ich bin fertig. Ich kann keine weiteren Fragen beantworten", sagte sie. Dann fasste sie sich doch noch einmal und beschrieb ihre Reaktion als "instinktiv" und "körperlich". Klare Worte fand Melinda auch für das Justizsystem: "Das Justizsystem hat versagt. Punkt. Das hätte verhindert werden können."
Melinda und Bill Gates waren von 1994 bis 2021 verheiratet. Ihre Scheidung sorgte damals weltweit für Aufsehen. In der Vergangenheit machte Melinda unter anderem die Affären ihres Ex-Mannes sowie dessen Kontakte zu Epstein als Gründe für das Ehe-Aus öffentlich. Bill selbst räumte zuletzt erneut vor dem US-Kongress ein, dass seine Treffen mit Epstein ein schwerer Fehler gewesen seien. Trotz der belastenden Vergangenheit blickt Melinda heute nach vorn. Ihr Leben nach der Scheidung bezeichnete sie im Interview als "wunderschön" – auf die Frage, ob sie glücklich sei, antwortete sie ohne Zögern: "Sehr glücklich."










