58.000 Euro Schmerzensgeld: Staat zahlt für Marius Høiby
Der Prozess um Marius Borg Høiby (29) ist vorläufig beendet – der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) muss unter anderem wegen Vergewaltigung für vier Jahre ins Gefängnis. Zu seiner Verurteilung gehört auch eine Schmerzensgeldzahlung an die Opfer von umgerechnet etwa 58.000 Euro. Doch die kann Marius offenbar nicht aufbringen. Berichten von Bild zufolge greift hier der Staat Norwegen ein. Dort sind Einnahmen und Steuerlisten öffentlich einsehbar. Der angeheiratete Royalspross soll 2024 Einnahmen von knapp 4.000 Euro gehabt haben sowie Rücklagen von etwa 7.000 Euro – das reicht nicht, um das Schmerzensgeld zu bezahlen. In dem Fall übernimmt der Staat die Zahlung fürs Erste. Später wird Marius das Geld zurückzahlen müssen.
Die Frauen, denen Marius das Schmerzensgeld zahlen soll, werden dieses aber nicht sofort erhalten. Das Urteil ist zwar ausgesprochen, aber noch nicht rechtskräftig. Erst wenn das der Fall ist, zahlt der Staat aus. Entscheidend ist hier das Berufungsgericht. Der 29-Jährige will gegen das Urteil Berufung einlegen. Wird das genehmigt, steht ein zweiter Prozess an. Die Frage, ob das Königshaus einen Teil der Summe zahlen kann, erübrigt sich durch die Ausgabenregelung. Marius erhält zudem keine finanzielle Unterstützung durch den Hof. Für ihn kommt es aber noch dicker, denn neben den Schmerzensgeldern sitzt er jetzt auf einer horrenden Menge an Anwaltskosten. Laut Verdens Gang liegt er derzeit bei etwa 246.000 Euro für Verteidigung und Nebenklage. Das Gute: In Norwegen gilt der Grundsatz, dass Angeklagte das Recht auf einen Anwalt ihrer Wahl haben und der Staat die Kosten trägt. Das Urteil kann zwar die Übernahme von Gerichtskosten beinhalten, dabei handelt es sich aber eher um einen symbolischen Betrag als um die tatsächliche Summe.
Marius musste sich die vergangenen Monate wegen mehrerer schwerer Vergehen vor Gericht verantworten. Einige Ex-Partnerinnen wie unter anderem die Influencerin Nora Haukland warfen ihm Vergewaltigung, Gewalt in der Beziehung und Drogenmissbrauch vor. Derzeit sitzt Kronprinz Haakons (52) Stiefsohn im Hochsicherheitsgefängnis Ila in Untersuchungshaft. Das Urteil von vier Jahren Gefängnis sorgte in ganz Europa für gemischte Reaktionen. "Das ist ein Skandal. Vier Jahre für zwei Vergewaltigungen und die Misshandlung von Nora Haukland ist viel zu wenig", ärgerte sich die Schweizer Royal-Expertin Flavia Schlittler gegenüber Dagebladet. Gleichzeitig zeigt Flavia aber auch Mitleid mit der norwegischen Königsfamilie und vor allem mit Marius' Mutter Mette-Marit: "Ihr schlimmster Alptraum ist wahr geworden."








