Neue Studie zeigt: James Bond lebt gefährlicher als gedacht
James Bond hat in 25 Filmen die Welt gerettet, Superschurken zur Strecke gebracht und dabei so manche brenzlige Situation überlebt. Doch eine neue, humorvoll aufgemachte Studie zeigt nun, dass die größten Gefahren im Leben des Geheimagenten gar nicht von seinen Widersachern ausgehen. Das Wissenschaftsjournal Travel Medicine and Infectious Disease hat alle 25 Bond-Filme analysiert und dabei penibel untersucht, welchen Reiserisiken der britische Spion auf seinen insgesamt 86 internationalen Trips ausgesetzt war. Als Maßstab diente dabei der Leitfaden der amerikanischen Seuchenschutzbehörde Centers for Disease Control (CDC). Die Erkenntnisse der Forscher Wouter Graumans, William Stone und Teun Bousema dürften selbst eingefleischte Fans zum Schmunzeln bringen.
Das größte Risiko lauert laut der Studie im Lieblingsfreizeitprogramm des Agenten: Sex. Denn Bond interessiert sich über seine insgesamt 59 Affären hinweg kein einziges Mal für die sexuelle Vorgeschichte seiner Partnerinnen und schützt sich offenbar selten. Damit gehört er zu jenen 20 bis 34 Prozent der Reisenden, die Gelegenheitssex praktizieren, von denen rund die Hälfte keine Verhütungsmittel verwendet. Auch beim Händewaschen glänzt der Geheimagent durch Abwesenheit: In allen 25 Filmen reinigt er sich nur zweimal die Hände. Hinzu kommen weitere Fauxpas wie das Essen von rohen Austern und ungewaschenem Obst, Barfußspaziergänge am Strand sowie Begegnungen mit tollwütigen Tieren. Und auch Bonds legendärer Alkoholkonsum birgt gesundheitliche Risiken: Starkes Trinken begünstigt Verletzungen der Mundschleimhaut, was das Risiko einer Infektion über das Blut erhöht. In "Liebesgrüße aus Moskau" trinkt er sogar aus einer Flasche, mit der er zuvor die Wunde eines Kollegen desinfiziert hatte.
Die Autoren betonen ausdrücklich, dass ihre Analyse mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist und bewusst von den jeweils schlimmsten Szenarien ausgeht. Der Titel der Studie, "Keine Zeit zu sterben: Eine Tiefenanalyse von James Bonds Exposition zu Krankheitserregern", ist dabei eine direkte Anspielung auf den 25. Bond-Film aus dem Jahr 2021, in dem Daniel Craig (58) zum letzten Mal in die Rolle des Agenten schlüpfte. Doch während die Forscher James Bonds Hygiene-Fauxpas mit Humor sezieren, bleibt bei vielen Fans eine Frage offen: Wie kam es eigentlich zu seiner legendären Nummer 007? Laut TVLine sollte ein verworfener Bond-Film aus den 1980er-Jahren das Geheimnis eigentlich lüften.









