

Baselitz-Grafik bei "Bares für Rares" löst Bieterduell aus
Bei Bares für Rares sorgte eine seltene Grafik des Künstlers Georg Baselitz für mächtig Aufruhr im Händlerraum. Die zwei Nachbarn Rico und Patrick brachten das Blatt zu Moderator Horst Lichter (64) ins ZDF-Studio nach Pulheim – und lösten damit ein echtes Bieterduell aus. Bei dem Werk handelt es sich um eine Kaltnadelradierung aus dem Jahr 1982, die einen kopfüber dargestellten Akt zeigt. Über Umwege gelangte das Bild aus Familienbesitz schließlich zu den beiden Verkäufern, die damit in die Sendung kamen.
Die Radierung ist signiert, datiert und trägt die Nummer 54 von 250 Exemplaren. Der Zustand wurde von den Experten allerdings als verbesserungswürdig eingestuft: Dem Rahmen fehlt UV-Schutzglas, und die einfache Holzrückwand schützt das hochwertige Büttenpapier kaum vor Säure. Trotzdem schätzten die Experten das Werk auf 600 bis 900 Euro – die Verkäufer selbst hatten mindestens 800 Euro im Sinn. Im Händlerraum übertraf das Ergebnis dann alle Erwartungen: Das gute Stück wurde am Ende für satte 1.100 Euro verkauft.
Dass manchmal ein deutlich höherer Erlös erzielt wird als zunächst geschätzt, zeigte sich auch bei einem Gemälde. Waltraud Olbertz und Volker Olbertz hatten 2021 ein Sphinx-Bild mit in die Show gebracht, weil es in ihrer Wohnung keinen Platz mehr fand. Experte Colmar Schulte-Golz erkannte darin ein Werk von Louis Douzette und hob die Preisidee des Paars von 500 Euro an. Seine Einschätzung lag bei 1.400 Euro. Doch im Händlerraum explodierten die Gebote. Wolfgang Pauritsch (54), David Suppes (37) und Fabian Kahl (34) lieferten sich damals ein heißes Duell. Selbst als Waltraud bei 5.000 Euro warnte, dass die Schätzung längst übertroffen sei, ging es ungebremst weiter. Am Ende schnappte sich Fabian das Gemälde für 7.300 Euro.







