Vier Jahre: Marius Borg Høiby legt Berufung gegen Urteil ein
Marius Borg Høiby (29), der älteste Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52), will sich mit seinem Urteil nicht abfinden. Der 29-Jährige hat offiziell Berufung gegen seinen Schuldspruch eingelegt, wie sein Verteidiger der norwegischen Nachrichtenagentur NTB bestätigte. Ein Gericht in Oslo hatte Marius vergangene Woche zu vier Jahren Gefängnis verurteilt – insgesamt ging es um 34 Straftaten. Mit der Berufung richtet er sich nun gezielt gegen zwei Punkte des Urteils: die Verurteilungen wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie wegen Missbrauchs in einer früheren Beziehung.
Ursprünglich war Marius wegen vier Vergewaltigungen angeklagt worden, verurteilt wurde er jedoch nur in zwei dieser Fälle. Laut Gericht soll er in beiden Fällen mit dem Finger in eine schlafende Frau eingedrungen sein. Den Haftbeschluss, der ihn weiterhin in Untersuchungshaft hält, ficht er hingegen nicht an. Wann der Berufungsprozess stattfinden wird, ist noch offen – norwegischen Medienberichten zufolge ist mit einem neuen Verfahren frühestens im Jahr 2027 zu rechnen.
Marius sitzt bereits seit Anfang Februar in Untersuchungshaft. Ausgelöst wurde diese durch einen Verstoß gegen ein Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin. In den vergangenen Monaten hatte er mehrfach versucht, aus der U-Haft entlassen zu werden. Dabei verwies er unter anderem auf den schweren Gesundheitszustand seiner Mutter, die sich einer Lungentransplantation unterzogen hat. Alle Anträge wurden von den Gerichten abgelehnt.










