Bill Gates' Anhörung: "Ich habe niemanden zum Opfer gemacht"
Bill Gates (70) hat sich erneut zu seinen umstrittenen Treffen mit Jeffrey Epstein (†66) geäußert – diesmal unter Eid vor dem US-Repräsentantenhaus in Washington. In einer nicht-öffentlichen Sitzung vor dem House Oversight Committee erklärte der Microsoft-Mitgründer laut seinem vorbereiteten Statement, er habe "nie beobachtet oder irgendeinen Hinweis gehabt", dass Jeffrey Epstein weiteren kriminellen Missbrauch begangen habe. Zudem betonte Bill, er sei niemals auf Epsteins Insel, dessen Ranch oder dessen Haus in Florida gewesen und sagte klar: "Ich habe niemanden zum Opfer gemacht." Die Abgeordneten wollten bei der Anhörung vor allem klären, wie eng der Kontakt zwischen dem Unternehmer und dem verurteilten Sexualstraftäter tatsächlich war und was Bill über dessen Vergangenheit wusste.
In seiner Erklärung vor dem Ausschuss schilderte Bill, dass er 2011 über vertrauenswürdige Kontakte aus seinem beruflichen und philanthropischen Umfeld mit Epstein bekannt gemacht worden sei. Epstein habe ihm damals versprochen, Milliardenbeträge für globale Gesundheitsprojekte von wohlhabenden Mandanten einzuwerben, für die er Steuer- und Nachlassfragen regelte. Zunächst habe es nur wenige Treffen gegeben, später 2013 und 2014 intensivere Gespräche über mögliche Spendenstrukturen. Bill stellte aber klar, Epstein sollte weder eine Rolle in den Projekten bekommen noch Geld dafür erhalten. Als sich abzeichnete, dass aus den groß angekündigten Spenden nichts werden würde, habe der Unternehmer die Zusammenarbeit Ende 2014 beendet und den Kontakt eingestellt. Demokratische Mitglieder des Ausschusses beschrieben Bill laut The Guardian als "kooperativ" und "sehr gut vorbereitet" und berichteten, er habe auch über andere Personen aus Epsteins Umfeld Auskunft gegeben.
Über Bills persönliche Verwicklungen war zuletzt ebenfalls viel bekannt geworden. Aus einem veröffentlichten Transkript der Anhörung geht hervor, dass Epstein von Bills außerehelichen Affären gewusst hatte und versuchte, ihn damit unter Druck zu setzen, um ihn zur weiteren Zusammenarbeit zu bewegen. "Er hat mich nie erpresst, aber wenn ich mir diese E-Mails ansehe, deutet vieles darauf hin, dass er erwogen hat, mich zu erpressen", sagte Bill dazu vor dem Komitee. Bereits im Februar hatte er sich laut einem Bericht des Wall Street Journal in einem internen Town-Hall-Meeting bei den Mitarbeitern seiner Stiftung für die damalige Verbindung zu Epstein entschuldigt.









