"Hasse das": Karoline Herfurth lehnt Begriff "Powerfrau" ab
Schauspielerin Karoline Herfurth (42) hat in einer aktuellen Podcast-Folge offen über den gesellschaftlichen Druck auf Frauen gesprochen und dabei klare Worte gefunden. In der Sendung "Mit den Waffeln einer Frau" warf sie das verbreitete Bild der "Powerfrau" über Bord, die Karriere und Familie scheinbar mühelos unter einen Hut bringt: "Ich hasse das Bild von dieser Powerfrau, die alles unter den Hut kriegt. Ich finde, das ist eine Zumutung. Es ist gar nicht möglich." Gastgeberin Barbara Schöneberger (52) pflichtete Karoline bei.
Die Schauspielerin belegte ihre Kritik auch mit konkreten Zahlen: Aufgrund unbezahlter Familienarbeit kämen Frauen statistisch auf eine 96-Stunden-Woche. Daraus zog sie eine klare Forderung: "Die gesellschaftliche Arbeit, die Care-Arbeit, muss entlohnt werden, weil keine Gesellschaft ohne sie leben kann und dass das immer umsonst passiert, ist einfach indiskutabel." Karoline sprach sich außerdem dafür aus, die Arbeitswelt grundlegend zu überdenken – so, dass sie "für mehrere gut ist und nicht nur für wenige". Barbara stimmte zu und wies auf einen weiteren Widerspruch hin, mit dem viele Frauen konfrontiert sind: "Sich als Partnerin in einer Anwaltskanzlei zu empfehlen und zwölf Stunden am Tag zu arbeiten und gleichzeitig schon auf den Eisprung zu achten und Kinderplanung zu machen, widerspricht sich natürlich ein bisschen."
Einig waren sich beide Frauen auch beim Thema finanzielle Unabhängigkeit, die sie als grundlegende Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben betrachten. Karoline betonte, dass diese Unabhängigkeit zudem die Basis für Partnerschaften auf Augenhöhe sei. Barbara brachte es auf den Punkt: "Meine Unabhängigkeit ist der Glücksfaktor meines Lebens. Ich gehe jeden Morgen die Treppen runter und denke mir: Ich bin unabhängig und kann heute wieder entscheiden, wie ich mich verhalten möchte." Karoline ist nicht nur als Schauspielerin bekannt, sondern arbeitet auch als Regisseurin.











