Jill Biden über ihre Angst, Joe an den Krebs zu verlieren
Jill Biden (75) hat sich mit sehr persönlichen Worten zur Krebserkrankung ihres Mannes Joe Biden (83) geäußert. Der frühere US-Präsident leidet an aggressivem Prostatakrebs im vierten Stadium, der bereits in die Knochen gestreut hat. Im Gespräch mit dem People-Magazine sprach seine Frau nun offen darüber, wie sehr sie die Vorstellung belastet, ihn zu verlieren. Nach fast fünf Jahrzehnten Ehe falle es ihr schwer, sich ein Leben ohne ihn auszumalen. Neben der Diagnose beschäftigt sie auch der Altersunterschied zwischen ihnen: "Natürlich habe ich Angst. Ich meine, zunächst einmal ist er fast zehn Jahre älter als ich. Und bei einer Krankheit ... darf man seine Gedanken irgendwie nicht dorthin abschweifen lassen", erklärte die frühere First Lady.
Von der Diagnose erdrücken lassen wollen sich die beiden allerdings nicht. Stattdessen möchten sie die verbleibende gemeinsame Zeit bewusst gestalten und sich auf schöne Erlebnisse konzentrieren. "Es ist so, dass man sich ein Leben ohne den anderen nicht vorstellen kann. Aber man weiß, dass er sterben wird – so wie ich weiß, dass ich sterben werde. Einen Teil davon akzeptiert man also", schilderte Jill gegenüber People ihren Umgang mit der Endlichkeit. Der gemeinsame Vorsatz des Paares lautet: "Joe hat Krebs. Er wird sterben, also lasst uns jeden Moment bestmöglich nutzen." Sie wollten zusammen sein, Dinge finden, die ihnen Freude bereiten, und die Erkrankung als positive statt als negative Reise angehen – anders wäre die Belastung im Alltag zu schwer. Alter, Medikamente und Behandlungen hätten ihren Mann zwar verlangsamt, dennoch nimmt der Politiker weiterhin öffentliche Termine wahr und reist.
Bereits Anfang Juni hatte Jill erklärt, dass ihr Mann voraussichtlich für den Rest seines Lebens mit der fortschreitenden Krebserkrankung leben werde. Damals betonte sie zugleich, dass es ihm den Umständen entsprechend gut gehe. Für die Familie ist es nicht die erste Konfrontation mit der Krankheit: Joes Sohn Beau Biden (†46) starb 2015 an einem Hirntumor. Nach eigener Aussage betet die Politikerin jeden Morgen zu ihrem verstorbenen Stiefsohn und stützt sich in der aktuellen Situation auf ihren Glauben. Ihren Mann beschreibt sie unterdessen als denjenigen, der der Familie über Jahrzehnte Halt gegeben hat. "Er war immer die Stärke unserer Familie", sagte sie im Interview. Das Ehepaar ist seit 1977 verheiratet und hat neben Joes Kindern aus erster Ehe eine gemeinsame Tochter, Ashley.










