Nino de Angelo meint: "Kann nicht wirklich glücklich sein"

Nino de Angelo meint: "Kann nicht wirklich glücklich sein"

- Sandrine Palme
Lesezeit: 3 min
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Nino de Angelo (62) blickt auf eine lange Karriere zurück – doch echtes Glück hat der Sänger nach eigenen Worten nie empfunden. Im Podcast "Wonder Mom" von Natascha Ochsenknecht (62) sprach der Musiker jetzt offen über seinen lebenslangen Kampf mit Depressionen und über sein kompliziertes Verhältnis zu positiven Gefühlen. Selbst große berufliche Erfolge hätten bei ihm zwar Euphorie ausgelöst, mehr aber auch nicht. "Mit dem Glück ist es bei mir ein bisschen kompliziert. Ich kann nicht wirklich glücklich sein", stellte er in dem Gespräch nüchtern fest. Dieses Empfinden sei kein Zustand, der ihn erst in den vergangenen Jahren eingeholt habe – es begleite ihn bereits sein gesamtes Leben. Der Sänger machte dabei deutlich, dass er die Ursache dafür nicht in seinem Beruf oder in einzelnen Rückschlägen sucht, sondern deutlich weiter zurückblickt: bis in die Zeit vor seiner eigenen Geburt.

Einen möglichen Grund für seine Empfindungen sieht Nino nämlich in der Geschichte seiner Familie. Bevor seine Eltern in den 1960er-Jahren nach Deutschland zogen, verloren sie einen Sohn – der Junge war erst drei oder vier Monate alt. Der verstorbene Bruder trug bereits den Namen Domenico Gorgoglione, denselben Namen, den später auch der Sänger bekam. Für ihn sei das eine Last gewesen, die er lange mit sich herumgetragen habe. "Ich habe immer gedacht: Mensch, eigentlich gebührt dir das gar nicht, weil du das Leben deines Bruders lebst", erklärte er im Podcast "Wonder Mom". Das Gefühl, nicht das eigene Dasein zu führen, sondern gewissermaßen an der Stelle eines anderen zu stehen, habe ihn immer wieder begleitet. Über seine Erfolge habe er sich deshalb nie so freuen können, wie es von außen vielleicht den Anschein hatte.

Neu ist das Thema für Nino nicht: Der Musiker spricht bereits seit Jahren öffentlich über seine psychische Erkrankung. In der Sendung "Riverboat" berichtete er 2025, schon als Kind Depressionen gespürt zu haben und das Gefühl gehabt zu haben, dass "etwas Schwarzes" über ihm liege. Bereits 2023 beschrieb er sich selbst als jemanden, der "depressiv auf die Welt gekommen" sei, und erklärte, dass sein jahrelanger Drogen- und Alkoholkonsum die Krankheit zusätzlich verschlimmert habe. Gegenüber Schwulissimo betonte er außerdem die familiäre Veranlagung: "Ich bin genetisch depressiv. Das habe ich von Geburt an." Und weiter: "Die Depressionen sind in unserer Familie, damit musste man auch erst mal zurechtkommen." Inzwischen komme er nach eigener Aussage besser mit der Erkrankung klar, verschwunden sei sie aber nicht. Vor allem der Gedanke, einen geliebten Menschen zu verlieren, belaste ihn weiterhin.

Hilfe für Betroffene: Die Telefonseelsorge ist kostenlos und rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 sowie 0800 111 0 222 erreichbar, das Info-Telefon der Deutschen Depressionshilfe unter 0800 33 44 533.

Sänger Nino de Angelo
Getty Images
Sänger Nino de Angelo
Nino de Angelo, Sänger
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Nino de Angelo, Sänger
Nino de Angelo, Schlagersänger
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Nino de Angelo, Schlagersänger
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