Nach schwerem Schlaganfall: Das fehlt Ina Borck am meisten
Ina Borck (30) kämpft sich nach ihrem schweren Schlaganfall Schritt für Schritt zurück in den Alltag – doch manche Folgen sieht man ihr nicht an. In einer Fragerunde auf Instagram sprach der Social-Media-Star jetzt offen über die kognitiven Einschränkungen, die sie bis heute begleiten. Nicht die motorischen Probleme stehen für sie dabei an erster Stelle. Am meisten fehle ihr der Überblick, den sie früher wie selbstverständlich hatte: über Termine, Geburtstage und sämtliche Kleinigkeiten im Haushalt. Ob Vorräte, fehlende Alltagsprodukte oder anstehende Inspektionen – all das habe sie einst mühelos im Kopf gehabt. "Die Fähigkeit, über all das einen Überblick zu haben, fehlt mir enorm", schrieb sie ihren Followern. Und weiter: "Ich habe die Struktur in meinem Haushalt geliebt und es hat mich beflügelt, wenn alles 1A lief." Genau diese Struktur zu verlieren, sei für sie eine große Umstellung.
Um den Alltag zu bewältigen, greift Ina heute zu Hilfsmitteln: Sie schreibt deutlich mehr auf und erinnert sich immer wieder selbst an Aufgaben. Trotzdem entfallen ihr Dinge. "Ich empfinde unfassbar starken inneren Druck, das wieder können zu wollen, aber mein Kopf macht mir einen Strich durch die Rechnung", erklärte sie auf Social Media. Auch körperlich hat der Schlaganfall Spuren hinterlassen, die ihren Tagesablauf bestimmen. Eine Übung aus der Reha hat die Influencerin fest in ihre Routine eingebaut: Sie beginnt Tätigkeiten bewusst immer auf der linken Seite, weil ihr Körper diese Seite häufig vergesse. Beim Schminken trägt sie deshalb zuerst links Mascara und Make-up auf, auch beim Locken ihrer Haare startet sie links. So soll ihr Gehirn den Fokus gezielt in diese Richtung lenken. Die rechte Seite nehme sie ohnehin wahr und berücksichtige sie automatisch.
Wie einschneidend das gesundheitliche Ereignis für Ina war, hatte sie erst vor wenigen Tagen mit einem Foto verdeutlicht. Die Aufnahme entstand kurz nach dem Schlaganfall und der anschließenden Notoperation. Für den Eingriff musste ihr Kopf geöffnet werden, außerdem wurden ihre Haare vorübergehend entfernt: "Mein Kopf war aufgeschnitten worden. Meine Haare mussten in der Not entfernt werden." Auf dem Bild war die große Operationsnarbe deutlich zu sehen. Nach dem Eingriff funktionierte ihr Körper nicht mehr so wie zuvor – selbst einfache Bewegungen und alltägliche Handgriffe wurden zur Herausforderung. Es folgten zahlreiche Therapien und eine Phase, die von Schmerzen, Ängsten und Rückschlägen geprägt war.










