Heino wehrt sich gegen Ballermann-Kritik von Bata Illic
Heino (87) wehrt sich gegen die Kritik an seinen Partyauftritten auf Mallorca. Sein Kollege Bata Illic (86) hatte gegenüber t-online angezweifelt, dass die Schlagerlegende bei seinen Shows im Bierkönig wirklich "riesigen Spaß" empfindet. Stattdessen vermutete er hinter dem Engagement eine Flucht vor der Realität – nach dem Tod von Heinos Ehefrau Hannelore. "Er möchte Menschen um sich haben und das Gefühl, noch gebraucht zu werden", erklärte Bata dem Portal. Heino dementiert das vehement. Gegenüber der Abendzeitung München betonte der Sänger, dass er seine Gigs, die seit 2025 regelmäßig auf der Insel stattfinden, tatsächlich in vollen Zügen genießt. Die ausgelassene Atmosphäre und die Menge an gut gelaunten Menschen begeistern ihn: "Es sind jedes Mal 5000 feierwütige Jungs und Mädels da. Ich könnte deren Groß- oder sogar Urgroßvater sein."
Einen persönlichen Zwist mit seinem langjährigen Weggefährten will Heino trotz der unterschiedlichen Ansichten aber nicht vom Zaun brechen. "Bata ist einer meiner liebsten und längsten Kollegen", stellte er in dem Interview klar. Er betonte, dass er Bata zu Beginn seiner Karriere zudem unter die Arme gegriffen und ihn bei mehreren Gastspieldirektionen vorgestellt habe – so sei er nach und nach überhaupt erst ins Geschäft gekommen. Eine Grenze zieht Heino dennoch: "Ich schätze Bata sehr, aber mit zwei Sachen hat er ganz und gar nicht recht: "Wegen der Moneten müsste ich überhaupt nicht mehr auftreten. Da hätte ich in den letzten 70 Jahren, in denen ich auf der Bühne stehe und über 55 Millionen Tonträger verkauft habe, etwas falsch gemacht." Dass er nun auf Mallorca auftritt, empfindet Heino als natürlichen nächsten Karriereschritt: "Ich habe mich in den letzten Jahrzehnten mehrfach musikalisch verändert und weiterentwickelt. Ich bin mir dabei immer treu geblieben."
Auch findet er nicht, dass er seit dem Tod seiner Ehefrau im Jahr 2023 auf sich allein gestellt sei. "Ich bin kein einsamer Witwer!", stellte er gegenüber der Abendzeitung München klar. Familiäre Geborgenheit findet er in einem kleinen, engen Kreis: "Ich bin in meiner kleinen Familie rund um meinen Manager Helmut Werner, seine Frau Nicole und den kleinen Lennie, für den ich der Opa bin, sehr gut aufgehoben und hätte mir nichts Besseres wünschen können", erklärte er. Seine Frau fehlt ihm zwar nach wie vor, doch er kann das in einen klaren Kontext setzen und auch so bewerten: "Klar vermisse ich Hannelore, aber ich bin kein Realitätsverweigerer. Ich habe das Leben so angenommen, wie es ist." Sein Blick geht nach vorn: "Ich habe vor, noch einige schöne Jahre hier zu sein und zu singen und meinem Publikum großen Spaß zu machen."









