Darum wurde Heino beim letzten Konzert von Polizei begleitet
Heino (87) hat am vergangenen Samstagabend in Bad Belzig ein Konzert gegeben, das unter besonderem Polizeischutz stattfand. Der Schlagersänger trat in der brandenburgischen Stadt auf, um seine Solidarität mit einem Feuerwehrmann zu zeigen, der im vergangenen Jahr seine Funktion verloren hatte. Richard Münder war von seinen Aufgaben entbunden worden, nachdem er wohl versehentlich alle drei Strophen des Deutschlandlieds abgespielt hatte. Wegen angekündigter Proteste wurde das Konzert laut Bild von der Polizei und einem privaten Security-Team bewacht. Heino begründete seinen Einsatz für Richard mit den Worten: "Jeder hat eine zweite Chance verdient. Der Mann hat jahrelang ehrenamtlich seinen Beitrag geleistet für unsere Gesellschaft."
Vor der Bühne schwenkten viele der rund 200 anwesenden Feuerwehrleute Deutschlandfahnen, während Heino vor einer Deutschlandfahne und einem stilisierten Bundesadler mit Mikrofon auftrat. Unter den Besuchern befand sich auch Realitystar Melanie Müller (37), die 2024 wegen rechtsextremer Symbolik verurteilt worden war. Sie hatte ihr Ticket laut dem Blatt selbst gekauft und war nicht eingeladen. Zeitgleich fand in Bad Belzig ein Gegenkonzert unter dem Motto "Knallbunt ist die Haselnuss" statt – eine Anspielung auf Heinos Lied "Schwarzbraun ist die Haselnuss". Beide Veranstaltungen verliefen friedlich. "Ich habe keine Angst. Aber ich möchte auch nicht, dass hier irgendwelche Verrückten auf meine Fans losgehen. Wir wollen einen fröhlichen Abend verbringen – ohne Störungen", erklärte Heino gegenüber dem Magazin.
Heino ist mit 87 Jahren noch immer auf deutschen Bühnen aktiv und gilt mit über 55 Millionen verkauften Tonträgern als einer der erfolgreichsten deutschen Musiker. Die Aufnahme des Deutschlandlieds mit allen drei Strophen hatte der Sänger bereits in den Siebzigerjahren für ein Schulprojekt eingespielt – im Auftrag des damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Hans Filbinger. Der Feuerwehrmann Richard sieht sich wiederum zu Unrecht als Alleinschuldigen dargestellt und weist Vorwürfe der Rechtslastigkeit zurück: "Ich bin als Feuerwehrmann grundsätzlich unpolitisch, aber ich stehe zu den Werten unseres Landes. Heino bin ich dankbar, dass er sich unmissverständlich zu meiner Position bekennt."








