Übergriffige Nachricht: Ruth Moschner wehrt sich juristisch
Ruth Moschner (50) geht juristisch gegen einen Mann vor, der ihr im November 2025 eine sexuell übergriffige Nachricht auf Instagram geschickt haben soll. Die Moderatorin veröffentlichte nun, neun Monate nach den Geschehnissen, ihre Vorgehensweise: Auf ihrem Instagram-Profil teilte sie ein teilweise geschwärztes Anwaltsschreiben, mit dem der Absender aufgefordert wird, die anzügliche Äußerung künftig zu unterlassen. Dabei ist der Name des Empfängers nicht zu erkennen. Die Organisation "HateAid", die sich gegen digitale Gewalt einsetzt, vertritt Ruth dem Dokument zufolge dabei. Zu ihrem Update schrieb sie: "Reupload… aus Gründen. Neun Monate später hat die 'geile Maus' gewonnen." Der Verfasser der Nachricht habe nun eine "Unterlassung am Hals".
Bei dem veröffentlichten Dokument handelt es sich um eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung, die von einer Kanzlei aufgesetzt wurde. Darin wird auch die beanstandete Direktnachricht wiedergegeben, die die Moderatorin erhalten haben soll: "Na du geile Maus, ich will dich f*cken." Genau diese Formulierung darf der Mann künftig nicht mehr verwenden. Hält er sich nicht an diese Auflagen, wird laut dem Schreiben eine angemessene Vertragsstrafe fällig. Zudem soll der Empfänger für die entstandenen Anwaltskosten aufkommen. Diese werden mit stattlichen 10.000 Euro beziffert.
Ihren Post verband die TV-Bekanntheit auf Instagram mit einer grundsätzlichen Forderung: "Ich hoffe, er muss nun ordentlich zahlen. Digitale Gewalt und Belästigung müssen schneller strafrechtlich verfolgt werden können." Kritik äußerte Ruth außerdem an der Plattform selbst: Der Verfasser der Nachricht sei weiterhin auf Instagram aktiv. Ihrer Ansicht nach berücksichtige Meta die Sicherheit weiblich gelesener Personen nicht ausreichend. Ihre Forderung an den Konzern formulierte die Moderatorin knapp und deutlich: "Das muss sich ändern." HateAid – die Organisation, die Ruth den Rücken stärkt – begleitet Betroffene von Hass und Belästigung im Netz bei rechtlichen Schritten und übernimmt in bestimmten Fällen sogar die Prozesskosten.









