Ruth Moschner enthüllt verrückten Schlankheitsbonus im TV

Ruth Moschner enthüllt verrückten Schlankheitsbonus im TV

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 2 min

Wer im deutschen Fernsehen Karriere machen will, investiert am besten nicht nur in Rhetorikkurse, sondern auch in eine radikale Saftdiät – das könnte man zumindest denken, wenn man Ruth Moschner (50) zuhört. Die erfolgreiche Moderatorin legte jetzt die absurden Spielregeln der TV-Branche offen und berichtete, dass in jenen Phasen, in denen sie problemlos in Kleidergröße 34/36 passte, plötzlich die Angebote und Gagen extrem in die Höhe schossen. Besonders skurril: Modemarken, die eine Zusammenarbeit zuvor dankend abgelehnt und sie hinter vorgehaltener Hand sogar als "Presswurst" bezeichnet hatten, wollten die Moderatorin plötzlich unbedingt einkleiden. Ruth, die bei ihrem Besuch im NDR-Format "Das! Rote Sofa" neben ihren persönlichen Ansichten auch ihr neues Buch "Die Fuck-It-List-Challenge" vorstellte, empfand diese rein oberflächliche Aufwertung ihrer Person "sehr schockierend".

Ruth schilderte, dass sie durch den Leistungssport bereits damit vertraut war, dass ihr Körper unter permanenter Beobachtung stand. Doch in der Fernsehlandschaft nahm das offenbar nochmals andere Ausmaße an: Als bei ihr durch eine Ernährungsumstellung die Kilos schwanden, sei sie plötzlich behandelt worden, "als hätte man einen Weg zum Weltfrieden gefunden". Allein aufgrund ihres geringeren Gewichts wurde ihr Auftreten völlig anders wahrgenommen. In der Show kritisierte die Moderatorin die gesellschaftliche Marotte scharf, dass Dünnsein grundsätzlich so "krass positiv bewertet" werde, ohne die oft unschönen Hintergründe zu hinterfragen. Als Beispiel nannte sie eine Freundin, die aufgrund einer schweren Erkrankung stark abnahm und dafür ungeniert Komplimente erhielt.

Die TV-Bekanntheit nutzt ihre mediale Reichweite nun gezielt, um die absurde Fixierung auf optische Standards humorvoll auszuhebeln. In Interviews plädiert sie gern für mehr gesunde Ignoranz gegenüber äußeren Erwartungen und fordert, den ständigen Kommentar zum Aussehen anderer radikal zu reduzieren, um eine "friedlichere und umarmendere Gesellschaft" zu schaffen. Ihre kritische Haltung basiert auf langjährigen Erfahrungen mit dem Optimierungswahn, wie Ruth betont: In der Vergangenheit thematisierte sie bereits Veränderungen in ihrem Gesicht sowie einen unglücklich verlaufenen Beauty-Eingriff an ihren Beinen. Heute demonstriert die Moderatorin eine entspannte Distanz zu den unbarmherzigen Gesetzen des Marktes und betont, dass sie mit ihren Kurven absolut im Reinen sei.

Ruth Moschner beim 20. Felix Burda Award 2025 in Berlin
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Ruth Moschner beim "The Masked Singer"-Finale
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Ruth Moschner, TV-Star
Instagram / ruthmoschner
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