Ehemann erzählt, wie Sara Bennett ihren Söhnen ALS erklärte
Sara Bennett ist tot – die beliebte Social-Media-Bekanntheit starb mit 39 Jahren an ALS. Die erschütternde Nachricht teilte sie am 13. Januar selbst mit einer vorab verfassten Botschaft auf ihrem Social-Media-Account. Zurück bleiben ihr Ehemann Rusty Bennett und die gemeinsamen Söhne Lincoln und William. Gegenüber People schilderte Rusty, wie die Familie seit der Diagnose im März 2023 Schritt für Schritt mit der Wahrheit umging. Die Eltern entschieden sich, den Jungs die Krankheit ihrer Mutter in Etappen zu erklären: behutsam, ehrlich, ohne sie zu überfordern. "Wir lesen das Buch Kapitel für Kapitel", so die Idee, die sie gemeinsam trug.
Rusty berichtete, dass Sara nach der Diagnose sofort nach Wissen suchte: Sie holte sich Rat bei Freundinnen, durchforstete soziale Medien, las über Trauer und schloss sich einer Gruppe junger Frauen mit ALS an. Den Söhnen erklärten die Eltern die Krankheit möglichst wissenschaftlich: "Ihr Gehirn spricht nicht mit ihren Muskeln", lautete der Satz, der half, das Unsichtbare greifbar zu machen. In kleinen, klaren Portionen hieß es dann: Mamas Hände werden nicht besser, das Gehen wird schwerer. Als absehbar wurde, dass der Abschied näher rückt, nahm Rusty eine Auszeit von seinem Job, um Sara zu pflegen. Trotzdem erlebte die Familie noch Momente, die kostbar bleiben: Sara schaffte es durch Thanksgiving, durch die Feiertage und feierte mit der Familie in ihrem Schlafzimmer Rustys 43. Geburtstag. Für die Zukunft ihrer Kinder bat das Paar Freunde und Unterstützer darum, statt Blumen in die 529-Studienfonds von Lincoln und William einzuzahlen.
Abseits der medizinischen Fakten war Saras Fokus stets familiär. Die frühere Lehrerin bastelte ein Erinnerungsbuch für ihre Jungs – "Advice and Love Letters to you both from your mom" – gefüllt mit Fotos, kleinen Botschaften und Lebensweisheiten. Rusty beschreibt Lincoln als neugierigen Fragesteller, William als stillen Beobachter; beiden begegnete die Influencerin mit Geduld und Offenheit. Zuhause wurde viel vorgelesen, Fragen hatten jederzeit Platz, und Geburtstage oder gemeinsame Fernsehabende verwandelten sich in kleine Rituale. In diesen Routinen, den liebevollen Notizen und der klaren Sprache liegt nun das, was bleibt: ein Kompass, den Sara ihren Kindern hinterlassen hat.





