"Noch ein Jahr": Anni The Duck legte ihren Todestag fest
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"Noch ein Jahr": Anni The Duck legte ihren Todestag fest

- Jannike Wacker
Lesezeit: 3 min
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Vor mittlerweile zwei Jahren brach um Anni The Duck (28) einer der größten Skandale der deutschen Twitch-Szene aus. Aktuell wird die Thematik neu aufgearbeitet und die Streamerin gibt nach und nach preis, wie es ihr in dieser Zeit ergangen ist. Sie machte bereits publik, dass die heftigen Anschuldigungen und die Kritik bei ihr sogar Suizidgedanken auslösten. Im Podcast "deep und deutlich" spricht Anni erneut über das Thema und offenbart, dass sie sogar ein konkretes Datum festlegte, um ihr Leben zu beenden. "Ich war in einer Karaoke-Bar und habe mir vorgenommen: noch ein Jahr. Ich habe ein Datum festgesetzt", erinnert sie sich. Ihre Familie habe sich Sorgen gemacht und sei schließlich immer um sie herum gewesen, um aufzupassen.

Der Gedanke habe sich für sie wie eine Art Befreiungsschlag angefühlt: "Als ich es entschieden habe, war es für mich befreiend. Danach bin ich zurück nach Deutschland gezogen. Meine Freunde um mich herum meinten: 'Es scheint dir besser zu gehen'. Ich wusste, ich muss noch so lange und dann kann ich endlich frei sein, von diesem Gedanken." Anni brach zum Zeitpunkt des Skandals die gesamte Lebensgrundlage weg: Sie verlor Kooperationen, ihr Management und ihre Freunde. "Die Dinge, die gesagt wurden, waren so gewählt, um mir meine gesamte Lebensgrundlage zu nehmen", erzählt sie. Schon damals sei sie verschuldet gewesen. Sie habe gerade erst einen Kredit für ihr Haus aufgenommen. Das musste sie ohne weitere Einkünfte aber direkt wieder verkaufen. Geld für einen Anwalt habe sie ebenfalls nicht gehabt.

Anni habe damals gemerkt, dass ihr kein Glauben von der Öffentlichkeit geschenkt wurde. "Man hat es einfach gemerkt: Die Leute wollten sehen, dass ich kaputtgehe", meint sie. Schließlich geriet sie an einen Punkt, an dem ihr alles egal war: "Ich dachte, was soll passieren? Ich bin eh bald tot. Und mir glaubt ja eh keiner. Mir war alles egal. Und dann habe ich einen Satz gehört, den ich lange nicht gehört habe: 'Ich glaube dir'." Eine kleine YouTuberin habe damals Zweifel gehabt und sich den Fall noch mal angeschaut – der YouTuber Jay Riddel hat dann darauf reagiert und Anni schließlich kontaktiert. Dadurch wendet sich das Blatt aktuell: Jay beschäftigte sich Monate zusammen mit der 28-Jährigen mit dem Beweismaterial und arbeitet alles in einer detaillierten Videoreihe wieder auf. Dabei wird deutlich: Viele der Anschuldigungen, die Annis frühere beste Freundin Mowky und auch ihre Ex-Freundin Reved (25) äußerten, scheinen gar nicht der Realität zu entsprechen. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass Jays Videos eine Seite der Medaille darstellen. Die Wahrheit kennen nur die Leute, die tatsächlich beteiligt waren. Schließlich betont Anni aber auch, dass ihre Gedanken aus einer absoluten Ausnahmesituation entstanden seien: Suizid sei niemals die Lösung, es gebe immer ein Licht am Ende des Tunnels – manchmal sehe man es nur nicht sofort.

Bist du selbst depressiv oder hast du Suizid-Gedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Anni The Duck im Dezember 2025
Instagram / annitheduck
Anni The Duck im Dezember 2025
Anni The Duck im Februar 2019
Instagram / annitheduck
Anni The Duck im Februar 2019
Jay Riddle, Oktober 2023
Instagram / jayriddle77
Jay Riddle, Oktober 2023
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