Hannah Murray packt über Psychiatrie-Drama aus
Hannah Murray (36) hat jetzt in einem Buchauszug erschreckende Details über ihre Zeit in einem angeblichen Wellness-Kult und den darauf folgenden Klinikaufenthalt enthüllt. Die Schauspielerin, bekannt durch ihre Rolle als Gilly in Game of Thrones, beschreibt in einem Auszug ihres Buches "The Make Believe: A Memoir of Magic and Madness", der dem Magazin The Cut vorlag, wie sie unter dem Einfluss eines Mannes namens Steve und dessen Organisation stand. "Ich wurde Steve und seiner Organisation vorgestellt, und ich entdeckte, dass Magie real war", schreibt sie darin. "Nach meiner Zeit mit ihnen hatte ich mich noch nie so mächtig oder lebendig gefühlt." Kurz bevor sie in die Gruppe initiiert werden sollte, landete Hannah jedoch gegen ihren Willen in einer psychiatrischen Klinik.
Dort ließ sie sich vom Anführer der Gruppe weiterhin beeinflussen. Steve behauptete, sie sei von einem Dämon besessen und habe sogar einen Exorzismus an ihr durchgeführt – angeblich während der Dreharbeiten zu Kathryn Bigelows Film "Detroit" im Jahr 2017. "Selbst nachdem man mir gesagt hatte, dass ich zwangseingewiesen werde, war ich nicht besorgt", erinnert sich die Schauspielerin. Aus der Klinik schrieb sie Steve Nachrichten, in denen sie ihn abwechselnd beschuldigte, ein "böser Kultanführer" zu sein, und ihm gegenüber dann doch Dankbarkeit ausdrückte. Auf ihre Vorwürfe antwortete Steve ihr dem Buch zufolge: "Wenn ich einen bösen Kult führe, bin ich der schlechteste Kultanführer der Geschichte. Ich habe keine Anlage, um Leute einzusperren." Und Hannah glaubte ihm: "Ich war völlig von allem, was er sagte, eingenommen. Ich glaubte ihm." Nach ihrem Aufenthalt lief sie der Beschreibung zufolge "direkt zurück in das Leben, das mich dorthin gebracht hatte". Später erhielt sie die Diagnose einer bipolaren Störung.
Heute möchte Hannah mit ihrer Geschichte andere Menschen warnen und sensibilisieren. Gegenüber The Guardian erklärte sie: "Es ist wichtig zu verstehen, warum Menschen solche Dinge tun, anstatt zu sagen: 'Oh, die müssen wohl Idioten sein.'" Sie selbst sei gebildet, aus einer bürgerlichen Familie und habe sich für sicher gehalten – und trotzdem sei es ihr passiert. In ihrem Buch, das sie nach sechs Jahren Pause von Hollywood veröffentlicht, verarbeitet die Britin die Ereignisse rund um ihre Psychose und Zwangseinweisung öffentlich zum ersten Mal so ausführlich.










