Lena Headey hatte Nackt-Körperdouble bei "Game of Thrones"
Mehr als zehn Jahre nach ihrer berühmtesten Szene spricht Lena Headey (52) nun offen über eine Entscheidung, die damals für mächtig Wirbel gesorgt hat. In der Kultserie Game of Thrones musste ihre Figur Cersei Lannister in der sogenannten "Walk of Atonement"-Szene nackt durch die Straßen gehen – doch für diesen sehr freizügigen Part engagierte die Schauspielerin ein Körperdouble. Das empörte viele Zuschauer, die ihr vorwarfen, das Publikum getäuscht zu haben. Diese Reaktion macht Headey bis heute fassungslos, wie sie gegenüber The Telegraph erklärte: "Ich war wirklich schockiert über die Wut, über diese Vorstellung, dass ich das Publikum getäuscht hätte."
Der Grund für ihre Entscheidung war für Lena eine klare Frage des Handwerks. Drei Tage lang nackt vor rund 3.000 Komparsen zu drehen, hätte sie zu sehr abgelenkt, erklärte sie. "Ich hätte den emotionalen Teil meines Jobs nicht machen können", sagte sie dem Blatt und betonte: "Ich wäre komplett in einem Verteidigungsmodus gewesen." Ihr Körperdouble Rebecca Van Cleave übernahm den nackten Part – und dafür zollt Lena ihr großen Respekt. Außerdem sei sie zu diesem Zeitpunkt bereits Mutter und eine bekannte Persönlichkeit gewesen, was die Entscheidung zusätzlich beeinflusst habe. "Ich habe es nicht auf die leichte Schulter genommen", betonte sie. "Ich war tatsächlich drei Tage lang mit Rebecca vor Ort."
Die Diskussion rund um die Szene brachte Lena auch dazu, über die Machtstrukturen in der Filmbranche zu sprechen. Früher habe sie Nacktszenen kaum hinterfragt – aus purer Dankbarkeit, überhaupt einen Job zu haben, wie sie einräumte. "Ich bin nicht zur Schauspielschule gegangen, und wenn ich ans Set kam, dachte ich nur: 'Oh Gott, ich habe einen Job'", schilderte sie gegenüber The Telegraph. In unangenehmen Situationen habe sie geschwiegen und sei danach weinend nach Hause gegangen. Heute sieht sie das kritischer: "Das seltsame Schutzschild, das wir raubgierigen Männern in der Branche bieten, wegen der unverhältnismäßigen Macht, die sie ausüben – das macht mich sehr wütend", sagte sie. Die #MeToo-Bewegung habe vieles ans Licht gebracht, und junge Schauspielerinnen würden sich heute deutlich klarer abgrenzen.











