GoT-Star Hannah Murray war in einer Wellness-Sekte gefangen

GoT-Star Hannah Murray war in einer Wellness-Sekte gefangen

- Promiflash Redaktion
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Mit Rollen in Kultserien wie "Skins" und Game of Thrones wurde Hannah Murray weltweit bekannt. Doch abseits der Kameras erlebte die britische Schauspielerin eine der dunkelsten Phasen ihres Lebens: Sie geriet in den Bann einer Wellness-Sekte, erlitt eine schwere Psychose und wurde nach dem britischen Mental Health Act zwangseingewiesen. In ihrer neuen Memoirensammlung "The Make-Believe: A Memoir of Magic and Madness" schildert die heute 36-Jährige diese Erlebnisse nun offen. Gegenüber dem Guardian sprach sie außerdem über ihre Beweggründe, das Buch zu schreiben.

Hannah zufolge kam sie während der Dreharbeiten zum Film "Detroit" im Jahr 2017 mit der Sekte in Kontakt – durch eine Freundschaft zu einem anderen Mitglied. Nach einer ersten Heilsitzung für 150 Dollar sei sie immer tiefer in die Organisation hineingezogen worden, die sie als "Pyramide" beschreibt, "die darauf ausgelegt war, jeden auszubeuten, der versuchte, sie zu erklimmen – außer einer einzigen Person, einem Mann, der ganz oben saß." Diesen Anführer, den sie "Steve" nennt, hielt sie damals für einen echten Magier. In einer Passage aus ihrem Buch, die der Guardian veröffentlichte, beschreibt sie einen Moment in der psychiatrischen Klinik, in dem sie einen Pfleger für den verkleideten Steve hielt und versuchte, ihn zu küssen. Zudem trank sie in der Überzeugung, eine "Ritual-Meisterin" zu sein, ihren eigenen Urin. "Ich bin ein in sich geschlossenes, vollkommen autarkes Wesen. Ich werde nie wieder essen müssen", schreibt sie darüber. Als ihre Mutter sie in einem aufgewühlten Anruf erreichte, wollte Hannah nicht mit ihr sprechen – sie empfand es als "schrecklichen Test". Letztlich erhielt sie die Diagnose einer bipolaren Störung.

Mit dem Buch und dem Gang in die Öffentlichkeit verfolgt Hannah ein klares Ziel: das Tabu rund um schwere psychische Erkrankungen aufbrechen. Gegenüber dem Guardian sagte sie: "Ich höre so oft: 'Wir müssen mehr über psychische Gesundheit reden.' Was die Leute damit meinen, ist so etwas wie Angststörungen und Depressionen. Darüber reden wir alle gerne. Aber es herrscht ein solches Tabu rund um Menschen, die zwangseingewiesen werden." Sie betonte, dass sie zuvor stets geglaubt hätte, ihr könne so etwas nicht passieren: "Ich war gut ausgebildet, aus einer Mittelstandsfamilie – eigentlich hätte alles gut sein sollen. Ich dachte: 'Ich bin klug. Ich treffe gute Entscheidungen.' Nun, ich habe schreckliche Entscheidungen getroffen." Nach ihrem Rückzug aus der Öffentlichkeit und dem Ende ihrer Schauspielkarriere ist "The Make-Believe" Hannahs erster großer öffentlicher Auftritt.

Hannah Murray bei der Vorführung von "Charlie Says" beim Tribeca Film Festival 2019 in New York
Getty Images
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John Bradley und Hannah Murray bei den BAFTA Craft Awards in London, 22. April 2018
Getty Images
John Bradley und Hannah Murray bei den BAFTA Craft Awards in London, 22. April 2018
Hannah Murray bei der "Game of Thrones" Staffel-8-Vorführung in Belfast, 12. April 2019
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Hannah Murray bei der "Game of Thrones" Staffel-8-Vorführung in Belfast, 12. April 2019
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