Überwachung durch den Ex? Christina Block schildert Angst

Überwachung durch den Ex? Christina Block schildert Angst

- Anja-Stine Andresen
Lesezeit: 3 min
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Die Steakhauserbin Christina Block (53) hat am 73. Verhandlungstag ihre Einlassung fortgesetzt, die sie am Tag zuvor begonnen hatte. Wie Bild berichtet, sprach die Unternehmerin vor dem Landgericht Hamburg im Detail über eine Furcht, die sie nach eigener Aussage bereits seit 2022 begleitete. Ihre Angst betrifft ihren Ex. "Bereits seit dem Jahr 2022 hatte ich die Befürchtung, dass Stephan mein Auto oder mein Haus abhören könnte. Wenn ich ihm vor Gericht begegnete, hatte ich häufig das Gefühl, dass er über Dinge informiert war, die ich kurz zuvor getan oder besprochen hatte", behauptete sie laut dem Blatt vor Gericht. Ferner soll sie eingeräumt haben: "Er ließ mich dies nach meinem Empfinden auch spüren. Das verunsicherte mich und löste bei mir Angst aus. Vor diesem Hintergrund nahm ich die Möglichkeit, überwacht oder abgehört zu werden, damals ernst."

Hintergrund ist folgender: Christina soll die Entführung ihrer Kinder Theo und Klara in der Silvesternacht von 2023 auf 2024 bei einer israelischen Sicherheitsfirma in Auftrag gegeben haben. Die beiden Geschwister lebten seit 2021 bei ihrem Vater in Dänemark. Monatelang hatte die Unternehmerin zu den Anschuldigungen geschwiegen, ehe sie am vorherigen Prozesstag erstmals mit ihrer ausführlichen Darstellung begann. Aber diese musste sie damals vorzeitig abbrechen. Eine eigene Steuerung der Rückholaktion wies sie von sich. "Insgesamt ist in dieser Zeit vieles an mir vorbeigerauscht. Innerlich war ich an einem anderen Ort", sagte sie laut dem Blatt im Saal. Ferner soll sie auch über einen Beteiligten gesprochen und ausgeführt haben: "Es wirkt auf mich heute, als ob Barkay damals unter Druck gewesen sei. Ich glaube, er dachte, er könnte sich so empfehlen, indem er mit der Silvesteraktion die Sorgen um die Kinder löste und so meinen Vater von sich überzeugte. Meine Unterstützung hatte er ja schon, sie hatte ihm nur nichts gebracht."

Christina und Stephan schlossen im Jahr 2005 den Bund der Ehe. Aus ihrer früheren Beziehung gingen vier gemeinsame Kinder hervor. Inzwischen sind die beiden geschieden und der jahrelange Streit um das Sorgerecht für Klara und Theo bildet den persönlichen Hintergrund des Strafverfahrens. Wie schwer die Zeit vor besagter Silvesternacht für sie war, schilderte die Unternehmerin ebenfalls vor Gericht. Am 21. Juli 2023 verstarb ihre Mutter. "Nach dem Tod meiner Mutter war ich am Boden zerstört. Ich war kaum noch in der Lage, meinen Alltag zu bewältigen und befand mich in einem tiefen seelischen Loch", erinnerte sie sich laut dem Magazin vor dem Landgericht. Besonders schmerzhaft sei für Christina gewesen, dass sich ihre zwei Kinder nicht von ihrer Oma verabschieden konnten. Sie habe sich gefragt, wie die beiden mit der Trauer umgingen und wer sie tröstete. Auch ihren Vater Eugen Block (85) soll sie im Saal thematisiert haben: "Mein Vater versteckte seine Trauer hinter zornigen Ausbrüchen. Insgesamt war es eine einsame und verlorene Zeit. Ich war frustriert und haderte mit mir, dem Leben und dem Recht. Niemand konnte mir helfen, auch nicht ich mir selbst."

Christin Block, Unternehmerin
IMAGO / BREUEL-BILD
Christin Block, Unternehmerin
Christina Block mit ihrem damaligen Partner Stephan Hensel und den Töchtern Greta und Johanna
Imago
Christina Block mit ihrem damaligen Partner Stephan Hensel und den Töchtern Greta und Johanna
Eugen Block mit seiner Tochter Christina Block beim Neujahrsempfang "Punsch unterm Dach" im Hotel Grand Elysée Hamburg 2026
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Eugen Block mit seiner Tochter Christina Block beim Neujahrsempfang "Punsch unterm Dach" im Hotel Grand Elysée Hamburg 2026