Entführungsskandal: Christina Block wird schwer belastet

Entführungsskandal: Christina Block wird schwer belastet

- Lisa Federschmidt
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Eine neue Aussage sorgt im Prozess gegen Christina Block (52) für Aufsehen: Vor dem Landgericht Hamburg hat der Chef eines israelischen Sicherheitsunternehmens die Unternehmerin schwer belastet. Der 68-Jährige, der die Rückholung der beiden jüngsten Kinder aus Dänemark organisiert haben soll, erklärte im Zeugenstand, Christina sei über die geplante Autofahrt nach Deutschland informiert gewesen. Sie habe lediglich darauf bestanden, dass den Kindern dabei nichts über den Kopf gezogen werde. "Ich sage, dass Frau Block leider nicht die Wahrheit sagt", wurde der Zeuge laut Übersetzung zitiert, so Bunte. Christina bestreitet hingegen entschieden, eine Entführung beauftragt zu haben. Ihr Ex-Mann Stephan Hensel, der die Kinder nach einem Wochenendbesuch 2021 nicht nach Deutschland zurückgebracht hatte, tritt in dem Verfahren als Nebenkläger auf.

Der Sicherheitsunternehmer schilderte vor Gericht, dass in Gesprächen mit Christina zwar von einer Rückholung mit dem Auto die Rede gewesen sei, das Wort "Entführung" aber nie gefallen sei – außer im Zusammenhang mit dem Verhalten von Stephan im Jahr 2021, als dieser die Kinder nicht mehr nach Hamburg zurückbrachte. Laut seiner Aussage sei im Vorfeld nur geklärt worden, wie im Erfolgsfall kommuniziert werden solle: Ein Handy sollte in einem Hotelzimmer deponiert werden. Dem Zeugen zufolge war ihm bewusst, dass es für die Kinder einen kurzen "schrecklichen Moment" geben würde, wenn sie nachts vom Vater zu einem Auto gebracht würden, bevor sie wieder auf ihre Mutter treffen. Im Wagen seien die Kinder dann "absolut unglücklich" gewesen und hätten geschrien, räumte er ein. Er habe sein Team allerdings angewiesen, gegenüber den Kindern keine Gewalt anzuwenden, wohl aber Kampfsportler eingesetzt, um Stephan "immobilisieren" zu lassen.

Christina, Tochter von Eugen Block (85), bewegt sich seit Beginn des Sorgerechtsstreits in einem Spannungsfeld aus Familienbande und öffentlicher Aufmerksamkeit. Hinter den Kulissen ist von "vielen Spannungen und Emotionen" zwischen den Beteiligten die Rede, was sich auch in den geschilderten Gesprächsversuchen vor der Silvesternacht 2023/24 spiegelt. An Christinas Seite steht ihr Umfeld, das die Unternehmerin als entschlossene Mutter beschreibt; zugleich begleitet sie eine Öffentlichkeit, die jedes Detail des Zerwürfnisses mitverfolgt. Stephan wiederum wird von Weggefährten als zugewandt im Alltag mit den Kindern beschrieben. Zwischen den Fronten bleiben Theo und Klara, deren Wohl alle Seiten betonen – ein Punkt, der den Ton vieler Äußerungen prägt, ohne die juristischen Fragen zu beantworten.

Christina Block und ihr Anwalt Ingo Bott im Landgericht Hamburg, dahinter Gerhard Delling, vor Fortsetzung des Prozesses am 8. Januar 2026
Getty Images
Christina Block und ihr Anwalt Ingo Bott im Landgericht Hamburg, dahinter Gerhard Delling, vor Fortsetzung des Prozesses am 8. Januar 2026
Stephan Hensel im Landgericht Hamburg
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Stephan Hensel im Landgericht Hamburg
Christina Block im September 2025 vor Gericht
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Christina Block im September 2025 vor Gericht
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