Polizistin enthüllt wohl pikanten Satz von Christina Block

Polizistin enthüllt wohl pikanten Satz von Christina Block

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 3 min

Im laufenden Prozess gegen Christina Block (52) hat eine Polizistin jetzt vor Gericht eine brisante Aussage gemacht. Die Hauptermittlungsführerin der Hamburger Polizei schilderte im Gerichtssaal laut der Deutschen Presse-Agentur ihr erstes Gespräch mit der Unternehmerin nach der Silvesternacht 2023/24. Dabei enthüllte sie einen Satz, den Christina ihr am 3. Januar 2024 gesagt haben soll: "Ich mache eine Rückführung, er macht eine Entführung." Der Satz sei ihr so wichtig erschienen, dass sie ihn unmittelbar nach dem Gespräch in ihr Merkbuch notiert habe, berichtete die 44-jährige Beamtin. Christina selbst bestreitet weiterhin ihre Schuld an der Aktion, bei der ihr damals 10-jähriger Sohn und ihre 13-jährige Tochter mithilfe einer israelischen Sicherheitsfirma aus Dänemark nach Deutschland gebracht worden sein sollen.

Die Polizei war an jenem 3. Januar 2024 aus der Zeitung darüber informiert worden, dass Christina mit den Kindern wieder in Hamburg sei. Begleitet vom Jugendamt fuhren Beamte zu ihrem Haus und klingelten. Dabei teilte die Polizistin der Unternehmerin mit, dass ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet worden sei – woraufhin der besagte Satz gefallen sein soll. Christinas Verteidiger Ingo Bott widersprach laut dpa jedoch der Verwertung dieser Aussage vor Gericht. Seine Mandantin sei vor dem Gespräch nicht ordnungsgemäß belehrt worden. Laut Anklage hatten Mitarbeiter der israelischen Sicherheitsfirma die Kinder am Neujahrstag 2024 zu einem Bauernhof in Baden-Württemberg gebracht. Christina holte sie dort ab und fuhr mit ihnen nach Hamburg. Am 5. Januar 2024 entschied das Oberlandesgericht, dass die Kinder zu ihrem Vater zurückkehren sollen.

Hinter dem Fall steckt ein jahrelanger Rosenkrieg. Der Vater der Kinder, Stephan Hensel, hatte die beiden nach einem Wochenendbesuch im August 2021 nicht zur Mutter zurückgebracht und Gewaltvorwürfe gegen Christina erhoben, die diese bestreitet. Das Hamburger Oberlandesgericht entschied im Herbst 2021, dass die Kinder zur Mutter zurückkehren müssen und sprach ihr das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zu. Die dänische Justiz erkannte zwar an, dass die Kinder unrechtmäßig nach Dänemark gebracht worden waren, lehnte eine Rückführung gegen deren Willen aber ab. Christina ist die Tochter von Eugen Block (85), dem Gründer der Steakhaus-Kette Block House. Neben ihr stehen sechs Mitangeklagte vor Gericht – darunter Mitarbeiter der israelischen Sicherheitsfirma, die die Kinder nach Deutschland gebracht haben sollen, und Christinas Lebensgefährte, der frühere Sportmoderator Gerhard Delling (67). Für weitere Vernehmungen von Beschuldigten aus Israel gibt es derzeit ein Problem: Wegen des Krieges mit dem Iran können sie nicht nach Hamburg reisen. Die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt erklärte dazu: "Ich kann niemanden zwingen, unter Kriegsbedingungen anzureisen." Möglicherweise sollen diese Vernehmungen nun per Video stattfinden.

Christina Block und ihr Anwalt Ingo Bott im Landgericht Hamburg, dahinter Gerhard Delling, vor Fortsetzung des Prozesses am 8. Januar 2026
Getty Images
Christina Block und ihr Anwalt Ingo Bott im Landgericht Hamburg, dahinter Gerhard Delling, vor Fortsetzung des Prozesses am 8. Januar 2026
Christina Block (r.) und ihr Anwalt Ingo Bott im Landgericht Hamburg, November 2025
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Christina Block (r.) und ihr Anwalt Ingo Bott im Landgericht Hamburg, November 2025
Gerhard Delling und Christina Block im August 2025 in Hamburg
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Gerhard Delling und Christina Block im August 2025 in Hamburg
Welche Darstellung wirkt nach Christinas brisanter "Rückführungs"-Aussage im Prozess bisher plausibler?