Frontmann Angry Anderson der Band Rose Tattoo ist gestorben
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Frontmann Angry Anderson der Band Rose Tattoo ist gestorben

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Die australische Rockszene trauert um eine ihrer prägendsten Stimmen: Gary Anderson, bekannt als Angry Anderson und Frontmann der Hardrockband Rose Tattoo, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Wie seine Familie und die Band am Mittwoch auf Instagram und Facebook bekannt gaben, starb der Sänger bereits am Montagabend, dem 21. September, in Australien. In seinen letzten Stunden seien seine Angehörigen bei ihm gewesen. Eine Todesursache wurde bislang nicht genannt. Allerdings hatte Angry erst im August während der europäischen Abschiedstournee von Rose Tattoo einen Herzstillstand erlitten. Der Musiker war daraufhin in Deutschland im Krankenhaus behandelt worden. Kurz zuvor hatte der Musiker noch auf einer der berühmtesten Festivalbühnen der Welt gestanden: Ende Juli trat er gemeinsam mit seinen Bandkollegen beim Wacken Open Air auf. Es sollte einer seiner letzten öffentlichen Auftritte werden.

Nach Angrys Klinikaufenthalt hatte Rose Tattoo zunächst das für den 9. August angesetzte Konzert gestrichen. Einen Tag später folgte die Absage aller weiteren Europatermine der Jubiläumstour "Rock'n'Roll Outlaws – One Last Ride", mit der die Gruppe ihr 50-jähriges Bestehen feiern wollte. In einem gemeinsamen Statement würdigten Familie und Band den Verstorbenen: "Angry war ein hingebungsvoller Vater und ein sehr geliebter Bandkollege, Freund und Teil der Musik- und Unterhaltungsbranche." Beide baten zugleich um Privatsphäre und kündigten an, vorerst keine Interviews zu geben. Die Mitteilung endete mit den Worten: "Bleib jung, werde stark." Gary gehörte Rose Tattoo seit der Gründung im Jahr 1976 an und wurde vor allem durch seine raue Stimme zum Aushängeschild der Band. Zu ihren bekanntesten Songs zählen "Bad Boy for Love", "Rock 'n' Roll Outlaw", "We Can't Be Beaten" und "Nice Boys". Auch solo war er erfolgreich: Seine Ballade "Suddenly" erreichte Platz zwei in Australien und Platz drei in Großbritannien.

Abseits der Musik war Angry auch vor der Kamera zu sehen: 1985 verkörperte er in "Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel" den Gangster Ironbar. Zudem engagierte sich der Australier für benachteiligte Jugendliche. Für diesen Einsatz wurde er 1993 zum "Member of the Order of Australia" ernannt. Privat war der Musiker von 1986 bis 2002 mit Lindy Michael verheiratet, aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Einen besonders schweren Schicksalsschlag musste Gary 2018 verkraften, als sein Sohn Liam im Alter von nur 26 Jahren starb. Damals beschrieb er seine Trauer in einem öffentlichen Statement mit eindringlichen Worten: "Worte reichen nicht aus – es gibt keine Worte für die grausamsten Prüfungen des Lebens, die wir jetzt erdulden und erdulden müssen." Nun nahmen seine Familie und seine langjährigen Weggefährten gemeinsam Abschied von dem Musiker.

Angry Anderson tritt bei "MTV Classic: The Launch" im Palace Theatre in Melbourne auf, 28. April 2010
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Angry Anderson tritt bei "MTV Classic: The Launch" im Palace Theatre in Melbourne auf, 28. April 2010
Angry Anderson bei den Country Music Achiever Awards 2004 im Canterbury Hurlstone Park RSL Club in Sydney
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Angry Anderson bei den Country Music Achiever Awards 2004 im Canterbury Hurlstone Park RSL Club in Sydney
Angry Anderson trifft am NSW Supreme Court in Sydney ein
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Angry Anderson trifft am NSW Supreme Court in Sydney ein