Oscar-Komponist George Fenton ist mit 76 Jahren gestorben
Der britische Komponist George Fenton ist am Montag im Alter von 76 Jahren gestorben. Seine Familie bestätigte die traurige Nachricht gegenüber der BBC. "Wir sind sehr traurig, bekannt geben zu müssen, dass George Fenton heute unerwartet verstorben ist", hieß es in dem Statement. Der Musiker hatte über Jahrzehnte hinweg unzählige Kinoerfolge mit seinen Kompositionen untermalt. Besonders populär ist bis heute seine Arbeit an der Kultkomödie "Und täglich grüßt das Murmeltier", in der Bill Murray (76) denselben Tag immer wieder durchlebt. Eine genaue Todesursache wurde bisher nicht öffentlich gemacht.
Für seine Musik wurde der Brite im Laufe seiner langen Karriere immer wieder ausgezeichnet. Insgesamt fünfmal wurde er für einen Oscar nominiert: für die Filmmusik zu "Gandhi", "Schrei nach Freiheit", "Gefährliche Liebschaften" und "König der Fischer" sowie zusätzlich für den Song "Cry Freedom". Eine Trophäe konnte er bei diesen Veranstaltungen leider nicht mit nach Hause nehmen, doch dafür durfte er sich über zwei Emmys und zwei Grammy-Nominierungen freuen. Seine Melodien begleiteten außerdem romantische Komödien wie "E-Mail für Dich" und "Sweet Home Alabama". Neben seinen zahlreichen Film- und TV-Projekten machte sich George auch als Komponist für Naturdokumentationen einen Namen: Die aufwendigen BBC-Reihen "The Blue Planet" und "Planet Earth" erhielten durch ihn ihren orchestralen Sound.
George wurde am 19. Oktober 1949 in England geboren und wuchs mit vier weiteren Geschwistern auf. Eine Verbindung zur Musik hatte er vor allem durch seine Mutter, die während seiner Jugend als Tanzlehrerin und selbstständige Tänzerin arbeitete. Sein Vater war Maschinenbauingenieur gewesen. Schon damals versuchte er sich als Komponist an der örtlichen Kirchenorgel. Auf ein Studium verzichtete er später und verdiente sein Geld zunächst als Musiker und Schauspieler, ehe er seinen Weg zur Filmmusik fand. Privat hinterlässt er seine Ehefrau Amanda sowie seine Ex-Frau Jane. Aus seinen Beziehungen stammen die Kinder Gemma, Grace und Bridget.





















