Klage: Andrew fest überzeugt von seiner Rehabilitierung
Andrew Mountbatten-Windsor (66) geht juristisch gegen die Thames Valley Police vor und will die Beschlüsse anfechten, die im Zusammenhang mit seiner Festnahme und den anschließenden Durchsuchungen erlassen wurden. Für den Royal scheint es dabei um deutlich mehr als eine juristische Formalität zu gehen: Er soll darin einen ersten Schritt auf dem Weg zu seiner vollständigen Rehabilitierung sehen. Ein Freund des Bruders von König Charles III. (77) schilderte gegenüber The Sun, dass Andrew trotz seiner derzeitigen Situation überraschend zuversichtlich sei. "Er wirkt trotz allem, was er durchgemacht hat, unglaublich beschwingt und ist wirklich guter Dinge. Er ist fest davon überzeugt, dass er eines Tages vollständig rehabilitiert sein wird. Er glaubt, dass dies der erste Schritt dorthin ist", erklärte der Vertraute. Über den Antrag soll am Donnerstag, dem 8. Oktober, bei einer nicht öffentlichen Anhörung vor dem High Court in London beraten werden. Ob Andrew selbst daran teilnimmt, ist noch unklar. Finanzielle Unterstützung seines Bruders für den Rechtsstreit soll es jedenfalls nicht geben: Charles komme laut The Sun zwar weiterhin für Andrews Lebensunterhalt auf, wolle dessen Anwaltskosten jedoch nicht übernehmen. Sein Geld dürfe demnach nicht für die Anfechtung verwendet werden.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen die Durchsuchungsbeschlüsse, die im Februar am Old Bailey ausgestellt worden waren. Andrew stellt nun deren Rechtmäßigkeit infrage. Laut The Sun handelt es sich dabei um einen historisch außergewöhnlichen Schritt: Demnach wäre er das erste Mitglied der Königsfamilie seit König Charles I. im Jahr 1649, das die Rechtmäßigkeit eines Strafverfahrens gerichtlich anfechten lässt. Wie viel Andrew selbst bei einem Erfolg tatsächlich erreichen könnte, ist jedoch ungewiss. Juristen äußerten Zweifel daran, dass die Polizei das bereits beschlagnahmte Beweismaterial zurückgeben müsste, selbst wenn bei der Ausstellung der Beschlüsse Fehler festgestellt werden sollten. Abseits des juristischen Vorgehens soll sich der einstige Duke of York inzwischen weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen haben. Er lebt derzeit in einem Cottage auf dem Sandringham-Anwesen des Königs in Norfolk. Auch innerhalb seiner Familie soll Andrew laut The Sun weitgehend gemieden werden.
Der Ausgangspunkt des Rechtsstreits liegt einige Monate zurück: Ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag, am 19. Februar, wurde Andrew in seiner Unterkunft Marsh Farm auf dem Sandringham-Anwesen festgenommen. Die Thames Valley Police ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts auf Fehlverhalten in einem öffentlichen Amt im Zusammenhang mit seinen Kontakten zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66). Nach seiner Festnahme wurde der Royal zur rund 64 Kilometer entfernten Polizeiwache in Aylsham gebracht und dort fast zwölf Stunden lang befragt. Anschließend durfte er die Wache wieder verlassen, die Ermittlungen gegen ihn dauern jedoch weiterhin an. Im Zuge der Untersuchungen durchsuchten die Beamten sowohl Marsh Farm als auch Andrews früheren Wohnsitz Royal Lodge in Windsor. Dort waren die Ermittler mehrere Tage lang im Einsatz und stellten Beweismaterial sicher.
























