Greg Wise (60) erinnert sich an eine besonders belastende Zeit mit seiner Frau Emma Thompson (67). Im Podcast "How To Fail" von Elizabeth Day sprach der Schauspieler offen darüber, wie sehr der unerfüllte Kinderwunsch ihre Beziehung auf die Probe stellte. Nachdem das Paar bereits einige Jahre zusammen gewesen war und eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg ausgeblieben war, entschied es sich für eine künstliche Befruchtung in New York. Die Behandlung führte schließlich zur Geburt ihrer Tochter Gaia, belastete die Partnerschaft laut Greg jedoch erheblich. Spätere Versuche, ein zweites Kind zu bekommen, blieben erfolglos. Die Erlebnisse aufzuarbeiten, dauerte lange. Entscheidend war für ihn therapeutische Unterstützung: "Die Therapie hat mein Leben gerettet. Sie hat ohne jeden Zweifel unsere Ehe gerettet. Ohne jeden Zweifel. Ohne Therapie würde ich heute nicht hier sitzen."
Auch den Augenblick, in dem sie von der Schwangerschaft erfuhren, schilderte Greg im Gespräch. Fast genau an ihrem 40. Geburtstag habe Emma die Nachricht erhalten, dass die Behandlung erfolgreich gewesen sei. Aus der eingesetzten befruchteten Eizelle entwickelte sich Gaia. Die Strapazen und die späteren erfolglosen Versuche hinterließen dennoch tiefe Spuren. Greg bezeichnete die Behandlung als "brutal" und erklärte: "Es ist das authentischste Gefühl des Versagens überhaupt, weil wir dafür hier sind." Obwohl die beiden ihre Tochter über alles liebten, schmerzte sie der Gedanke, kein weiteres Kind bekommen zu können und Gaia ohne Geschwister aufwachsen zu sehen. Aus diesem emotionalen Tief herauszufinden, habe viel Zeit gebraucht. Geprägt war ihr Familienbild auch von der eigenen Kindheit: Beide haben jeweils ein Geschwisterkind und hatten sich deshalb eine Familie mit zwei Eltern und zwei Kindern vorgestellt. Ihre eigene Situation anzunehmen, gelang ihnen erst allmählich.
Kennengelernt hatten sich Greg und Emma 1995 am Set des Historiendramas "Sinn und Sinnlichkeit". 2003 heirateten sie. Im selben Jahr nahmen sie den damals 16-jährigen Tindyebwa Agaba Wise aus Ruanda in ihre Familie auf, den alle Tindy nennen. Gaia berichtete 2021 öffentlich, dass sie seit ihrem 16. Lebensjahr mehrere Jahre an Magersucht gelitten hatte. Ihre Eltern, ihr Bruder Tindy, weitere Angehörige und ihre beste Freundin organisierten eine Intervention. Ende 2017 begann sie daraufhin eine dreimonatige Reha. Wie ihr Vater betont auch Gaia die Bedeutung therapeutischer Hilfe. Gegenüber The Sun on Sunday sagte sie: "Seitdem hatte ich viel Therapie – und dafür werde ich immer dankbar sein, denn sie hat mein Leben gerettet."





















