Judi Dench (91) lüftet ein Geheimnis rund um ihren Abschied aus dem Bond-Universum. In ihren neuen Memoiren "Is It Too Late to Make a Run For It?" schreibt die Schauspielerin, dass ausgerechnet Daniel Craig (58) auf die Idee gekommen sei, ihre Figur M in "Skyfall" sterben zu lassen. Wie The Telegraph berichtet, nimmt die Britin das mit einer ordentlichen Portion trockenem Humor: "Anscheinend war es Daniels Idee, mich töten zu lassen. Aber zuerst musste ich die Demütigung ertragen, von Ralph Fiennes gefeuert zu werden. Arschloch", scherzt sie. Von dem geplanten Filmtod erfuhr Judi bei einem Treffen im Londoner Restaurant The Wolseley. Mit am Tisch saßen die damaligen Bond-Verantwortlichen Barbara Broccoli und Michael G. Wilson sowie Regisseur Sam Mendes (61). Daniel selbst war ihrer Erinnerung nach nicht dabei. Berichte, wonach sie bei der Nachricht in Tränen ausgebrochen sei, weist sie entschieden zurück: "Natürlich habe ich nicht geweint. Warum um alles in der Welt sollte ich nach zwanzig großartigen Jahren und acht Bond-Filmen weinen – was übrigens einer mehr ist als bei Roger Moore, dem bislang dienstältesten 007?"
Seit "GoldenEye" hatte Judi die MI6-Chefin verkörpert und war damit zu einer festen Größe der Agentenreihe geworden. Im Jahr 2012 starb M schließlich in den Armen von Daniels James Bond. Nach insgesamt acht Filmen und rund zwei Jahrzehnten war das Kapitel 007 für die Darstellerin damit beendet. Seit ihrem Einstieg hatte sie sich mehr Szenen außerhalb von Ms Büro gewünscht. Ihr Fazit: "Nun, schließlich ließen sie mich tatsächlich hinter meinem Schreibtisch hervor ... und dann erschossen sie mich." Daniel hatte bereits 2016 erklärt, Ms Tod sei für ihn und die übrigen Beteiligten die emotionalste und stärkste Geschichte gewesen, die sie erzählen konnten.
Nach seinem Kinostart 2012 spielte "Skyfall" weltweit 1,1 Milliarden Dollar ein und wurde so zum umsatzstärksten Bond-Film. Umgerechnet sind das um die 980 Millionen Euro. Die Bond-Anekdote ist nur einer von zahlreichen persönlichen Rückblicken in Judis Autobiografie. In dem Buch lässt die Schauspielerin ihre lange Karriere Revue passieren. Dabei zeigt sie sich nicht nur dankbar für frühere Rollen, sondern geht mit manchen Projekten auch ausgesprochen kritisch ins Gericht. Eines davon ist die Musicalverfilmung "Cats" aus dem Jahr 2019, in der sie an der Seite von Stars wie Taylor Swift (36), Idris Elba (54) und Ian McKellen (87) die Rolle von Old Deuteronomy übernahm. Den Film hat Judi, wie sie sagt, bis heute nicht gesehen. Die heftigen Kritiken, die der Streifen damals einstecken musste, bekam sie trotzdem mit. In ihren Memoiren bezeichnet Judi das Projekt deshalb als Verschwendung von gutem Willen und Talent.
























