Bis Sonntag kämpfen noch Athleten aus aller Welt um die begehrten Medaillen bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Doch nun überschattet ein tragischer Malaria-Fall den Wettbewerb. Die TV-Moderatorin Charlie Webster (33) erkrankte an einer seltenen Form des Wechselfiebers und liegt im Koma. Was bedeutet das für die Sportler der Olympia – müssen auch sie nun Angst vor einer Erkrankung haben?

Charlie Webster im Sao Lucas Krankenhaus in Rio de Janeiro
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Charlie Webster im Sao Lucas Krankenhaus in Rio de Janeiro

Schon vor Beginn der Spiele in Brasilien war die Frage der Gesundheitsgefährdung ein großes Thema. Dabei stellt Malaria eigentlich nur in der brasilianischen Amazonasregion ein hohes Risiko dar, während nach dem "Centrum für Reisemedizin" Gebiete wie der Süden und die Ostküste – und damit auch Rio de Janeiro – als "malariafrei" gelten. Was dagegen vor dem Olympia-Start für eine Debatte sorgte, war die Angst vor dem Zika-Virus, das sich in lateinamerikanischen Ländern ausgebreitet hatte und von der Gelbfiebermücke übertragen wird.

Usain Bolt (l.) und Justin Gatlin beim 100-Meter-Finale bei Olympia in Rio
Harry How / Staff (Getty)
Usain Bolt (l.) und Justin Gatlin beim 100-Meter-Finale bei Olympia in Rio

Obwohl die Ängste vor den Ansteckungsgefahren zunächst so groß waren, dass vereinzelt Sportler ihre Olympia-Teilnehme absagten, erklärte der Stabschef des brasilianischen Präsidialamtes Jaques Wagner laut Spiegel, dass das Risiko für Besucher und Athleten "gleich null" sei. Er warnte jedoch schwangere Frauen vor der Einreise, da die Virusinfektion insbesondere für ungeborene Kinder gefährlich sei. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sah darüber hinaus keinen Grund, eine Reisewarnung herauszugeben.

Charlie Webster vor dem Olympia Park
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Charlie Webster vor dem Olympia Park

Vor diesem Hintergrund ist beim Krankheitsfall Charlie Webster wichtig zu wissen, was auch die Daily Mail betonte: Die 33-Jährige erkrankte an Malaria und nicht an dem Zika-Virus. So tragisch die Situation der Moderatorin also ist, scheint es sich doch um einen Einzelfall zu handeln.