Es wäre zu schön gewesen! Zum ersten Mal seit sieben Jahren war mit "Toni Erdmann" wieder eine deutsche Produktion für einen Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" nominiert. Die schräge Vater-Tochter-Dramödie zeigt, wie das Leben einer ehrgeizigen Unternehmensberaterin durch ihren Alt-68er-Vater durcheinander gebracht wird. Doch am Ende konnte der Film von Regisseurin Maren Ade die Academy nicht überzeugen!

"Toni Erdmann" mit Sandra Hüller und Peter Simonischek in den Hauptrollen hatte im Vorfeld bereits einige Preise gewonnen, unter anderem den Europäischen Filmpreis und den Independent Spirit Award. Bei der Oscar-Verleihung konkurrierte er mit vier weiteren Anwärtern um den Goldjungen. Dazu gehörten der schwedische Film "Ein Mann namens Ove", "Tanna – Eine verbotene Liebe" aus Australien, "Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit" aus Dänemark und dem in Teheran angesiedelten Werk "The Salesman". Letzter Streifen wurde schließlich zum besten fremdsprachigen Film gekürt.

Der iranische Regisseur Asghar Farhadi gewann damit bereits seinen zweiten Oscar in dieser Kategorie. Allerdings nahm der 44-Jährige den Award nicht persönlich entgegen, weil er mit seiner Abwesenheit bei der Zeremonie ein Zeichen gegen Donald Trumps (70) Einreiseverbot für Muslime setzten wollte.

Die "Toni Erdmann"-Crew bei den European Film Awards 2016JANEK SKARZYNSKI / Staff / Getty Images
Die "Toni Erdmann"-Crew bei den European Film Awards 2016
Sandra Huller und Peter Simonischek in "Toni Erdmann"SIPA PRESS/ActionPress
Sandra Huller und Peter Simonischek in "Toni Erdmann"
Asghar Farhadi mit seinem Oscar bei der Preisverleihung 2012Jason Merritt/Getty Images
Asghar Farhadi mit seinem Oscar bei der Preisverleihung 2012


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