Das Urteil ist gefällt! Am 11. April 2017 wurde auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ein Attentat verübt. Kurz bevor die Fußballer sich zu einem Heimspiel im Stadion aufmachen wollten, gingen neben dem Gefährt drei Splitterbomben hoch. Der damalige Spieler Marc Bartra (27) wurde von einem Metallstift getroffen, sein daraus resultierender Splitterbruch in der Hand musste operiert werden. Seit Dezember läuft die Gerichtsverhandlung gegen den Täter – jetzt wurde er zu 14 Jahren Haft verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft klagte Sergej W. 28-fachen versuchten Mordes und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion an und bekam vor dem Landgericht Dortmund Recht. Der 29-Jährige muss für seine Taten nun im Gefängnis büßen. "Alles, was er getan hat, sollte dazu führen, ein größtmögliches Schadensbild herbeizuführen. Die konkrete Angriffsweise auf den Bus belegt, dass der Angeklagte gezielt die Tötung und schwere Verletzungen in sein Kalkül aufgenommen hat", gab der Oberstaatsanwalt laut Bild in seinem Plädoyer zu Protokoll.

Sergej W. legte während der Verhandlung ein Geständnis ab. "Mein Ziel war ja, einen Sprengstoffanschlag vorzutäuschen und damit den Kurssturz der BVB-Aktie zu erreichen", versuchte er, die Tat zu erklären. Dieser Einlassung schenkte der Oberstaatsanwalt allerdings keinen Glauben, er forderte eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen mehrfachen versuchten Mordes.

Die Polizei am Ort der ExplosionMaja Hitij / Staff / Getty Images
Die Polizei am Ort der Explosion
Marc Bartra, FußballstarFacebook – Marc Bartra
Marc Bartra, Fußballstar
Borussia DortmundFRANCISCO LEONG/AFP/Getty Images
Borussia Dortmund


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