Der chinesische Kinomarkt hat eine Besonderheit: Es gibt keine Altersrichtlinien. Das führt besonders bei Importfilmen dazu, dass eine Menge weggekürzt wird – nämlich alle Szenen, die für Kinder nicht zumutbar sind. Bei einem Film wie "Bohemian Rhapsody", in dem Rami Malek (37) in die Rolle von Freddie Mercury (✝45) schlüpfte, fallen diese Kürzungen besonders hart aus. Dafür nehmen die chinesischen Filmcutter auch in Kauf, dass manche Handlungsstränge gar nicht mehr aufgehen.

Warum Freddie und seine Ehefrau Mary (Lucy Boynton, 25) am Ende des Films nicht mehr zusammen sind, wird in der chinesischen Schnittfassung nicht wirklich erklärt. Denn es fehlt laut Filmstarts.de die entscheidende Szene, in der das Paar ein klärendes Gespräch über Freddies Sexualität führt. Und auch der Moment, als Manager und Freund Paul (Allen Leech) Freddie zum ersten Mal küsst – und anschließend sein Liebhaber wird – wurde demnach einfach entfernt. Das nachgestellte Video von Queen zum Hit "I Want To Break Free" schaffte es ebenfalls nicht in die chinesische Version. Warum sich die Band im Film darüber aufregt, dass der Clip aus dem MTV-Sendeplan geworfen wurde, bleibt somit auch ungeklärt. Wer es nicht mehr vor Augen hat: Queen tritt darin in Frauenkleidung auf.

Szenen mit sexuell aufgeladenen Blicken und Momenten des Händchenhaltens durften allerdings im Film bleiben. Dass "Bohemian Rhapsody" überhaupt in den chinesischen Kinos läuft, halten viele Experten für ein wichtiges Zeichen.

Allen Lee, Brian May und Rami MalekGetty Images
Allen Lee, Brian May und Rami Malek
Poster von "Bohemian Rhapsody" mit Rami Malek als Freddie MercuryEverett Collection
Poster von "Bohemian Rhapsody" mit Rami Malek als Freddie Mercury
Rami Malek und Lucy Boynton bei der Paris Fashion WeekGetty Images
Rami Malek und Lucy Boynton bei der Paris Fashion Week
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