Nationalspielerin Anouschka Bernhard mit 55 Jahren gestorben
Der deutsche Fußball trauert: Anouschka Bernhard (†55) ist tot. Wie der Deutsche Fußballbund am 16. Januar auf Instagram mitteilte, starb die frühere Nationalspielerin im Alter von 55 Jahren nach schwerer Krankheit. Bekannt wurde die Ex-Verteidigerin durch ihre Erfolge mit dem FSV Frankfurt und mit der Nationalmannschaft, für die sie 47-mal auflief. Die Nachricht verbreitete der DFB in einer offiziellen Erklärung. Der Verband würdigte Bernhard als prägende Figur des Frauenfußballs. Die Anteilnahme ist groß – in Vereinen, Auswahlteams und bei Weggefährten.
In der Mitteilung erinnerte DFB-Vizepräsidentin Heike Ullrich an die außergewöhnliche Laufbahn der Hessin. "Wir erinnern uns an Anouschka Bernhard als außergewöhnliche Fußballerin, großartige und erfolgreiche Trainerin, aber insbesondere als liebenswerten Menschen und tolle Persönlichkeit", erklärte sie auf der offiziellen Website. Mit dem FSV Frankfurt gewann Bernhard 1995 und 1998 die Deutsche Meisterschaft sowie 1996 den DFB-Pokal. Ihr Debüt im Nationaltrikot gab sie im Juni 1991 gegen China. 1995 erreichte sie mit Deutschland das WM-Finale und holte Silber, im selben Jahr folgte der EM-Titel.
Nach der aktiven Karriere kehrte sie an die Seitenlinie zurück – zunächst beim FSV, später als Jugendkoordinatorin bei Hertha BSC und als Trainerin der U16- und U17-Juniorinnen des DFB. Mit den U17-Mannschaften feierte sie gleich vier Europameistertitel. Zuletzt arbeitete sie ab 2020 als Verbandssportlehrerin in Schleswig-Holstein und in verschiedenen Funktionen für den DFB. Viele verbanden mit ihr lange Gespräche am Spielfeldrand, in denen es um mehr ging als um Taktik und Tabellen – um Zusammenhalt, Haltung und Mut. Der DFB fasste es in seiner Mitteilung so zusammen: "Der Mensch Anouschka Bernhard wird ebenso in Erinnerung bleiben", hieß es.





