Darum entschied sich Christina Applegate für eine Abtreibung
Christina Applegate (54) wurde als Teenager schwanger und entschied sich 1991 für eine Abtreibung. In ihren neuen Memoiren "You With the Sad Eyes", die jetzt veröffentlicht wurden, spricht die Schauspielerin offen über diese schwere Zeit in ihrem Leben. Mit 19 Jahren befand sie sich in einer Beziehung mit einem Mann, der sie sowohl körperlich als auch emotional missbrauchte. Ende April 1991 stellte Christina fest, dass sie schwanger war – nur zwei Tage nachdem sie in einen Autounfall auf dem Weg zu ihrem Frauenarzt verwickelt war. "Ich möchte mich von dem Geschehenen abwenden, aber es ist alles in meinem Tagebuch festgehalten", resümiert sie in ihrer Autobiografie, die am Dienstag veröffentlicht wurde. In besagten Einträgen beschrieb sie, wie sie sich fühlte: "Ich dachte immer, wenn ich schwanger werde, wenn ich weiß, dass es der falsche Zeitpunkt ist, würde ich kein Problem mit einer Abtreibung haben."
Doch die Entscheidung war für Christina, die offen mit Problemen und Traumata umgeht, alles andere als einfach. Ihr damaliger Freund beschimpfte sie als "widerlich" und "fett", was ihr die Augen für die Realität ihrer Situation öffnete. "Ich verstehe meine Beziehung nicht mehr wirklich. Sie ist nicht gut. Manchmal denke ich, es ist es nicht wert..." notierte die junge Christina schon damals in ihrem Tagebuch. "Ich habe das Gefühl, ich habe mich selbst irgendwo verloren, und ich kann sie beim besten Willen nicht finden." Sie beschreibt in ihren Memoiren auch, wie ihr Partner ihr körperliche Gewalt antat und sie bei einem Vorfall sogar glaubte, er würde sie umbringen. In einem Eintrag vom 13. Juni 1991 schrieb Christina, die mit Multipler Sklerose und Körperdysmorphie kämpft, schließlich: "Es ist vorbei. Ich fühle mich ziemlich okay. Nur irgendwie benommen."
Die Schauspielerin, die heute eine 15-jährige Tochter namens Sadie mit ihrem Ehemann Martyn LeNoble (56) hat, nutzt ihre alten Tagebücher inzwischen als Lehrmittel. In einer Talkshow im vergangenen Monat verriet die heute 54-Jährige, dass sie ihre Tagebücher mit Sadie geteilt hat, um ihr zu zeigen, dass sie versteht, was sie als Teenager durchmacht. "Ich wollte, dass sie sieht, dass ihre Mutter versteht, dass es wehtut", erklärte die Schauspielerin. Christina, bei der 2021 Multiple Sklerose diagnostiziert wurde, betonte bereits 2019 in einem Interview, dass ihre Vergangenheit "wahrscheinlich viel düsterer" sei als die vieler anderer Menschen. In ihren Memoiren schreibt die "Dead to Me"-Darstellerin, die Ende der 1980er-Jahre mit ihrer Rolle in der Sitcom "Eine schrecklich nette Familie" weltberühmt wurde, auch über die Heroinsucht ihrer alleinerziehenden Mutter, der Schauspielerin Nancy Priddy.









