Ex-Prinz Andrew verliert Identität nach Titel-Aberkennungen

Ex-Prinz Andrew verliert Identität nach Titel-Aberkennungen

- Helena Neukam
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Andrew Mountbatten-Windsor, (66) einst als Prinz Andrew und zweitgeborener Sohn der verstorbenen Queen Elizabeth II. (†96) bekannt, durchlebt nach seinen Skandalen eine tiefe Identitätskrise. Nachdem seine Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) bekannt wurden, verlor der 66-Jährige nicht nur seine royalen Titel, sondern auch sein Zuhause Royal Lodge. Königsbiograf Andrew Lownie erklärte jetzt gegenüber dem Magazin People: "Status ist alles für ihn – es ist sein einziger Identitätssinn." Der Experte beschrieb den Ex-Herzog von York als jemanden, der sein ganzes Leben lang "verwöhnt" worden sei und "in dieser Blase" gelebt habe. Seine königlichen Titel und sein Geburtsrecht hätten ihn über Jahrzehnte geschützt, doch diese Sicherheit sei nun vollständig zerbrochen.

König Charles (77) entzog seinem jüngeren Bruder im vergangenen Jahr sowohl die Titel als auch das langjährige Zuhause und nahm ihm damit die letzten verbliebenen Quellen seiner Identität. Bereits Anfang 2022 hatte die Queen die Entscheidung getroffen, Andrew seine militärischen Ehren abzuerkennen und ihm jegliche öffentliche Teilnahme an royalen Verpflichtungen zu untersagen. Der Ruf des Ex-Prinzen hatte spätestens nach seinem desaströsen BBC-Interview mit Emily Maitlis im Jahr 2019 massiv gelitten, in dem er bestritt, das Epstein-Opfer Virginia Giuffre (†41) zu kennen. Laut dem Experten habe Andrew sich stets in erster Linie als Prinz gesehen, erst danach als Marineoffizier und als Ehemann an dritter Stelle. Der Ex-Prinz glaube, "dass er gesalbt wurde" und "dass es zutiefst ungerecht ist, dass die Menschen sich gegen ihn gewendet haben".

Queen Elizabeth, die im September 2022 verstarb, unterstützte ihren Lieblingssohn bis zum Ende. Royalautorin Catherine Mayer erklärte gegenüber People: "Sie sah keinen Unterschied zwischen der Monarchie und dem Schutz ihres Sohnes. Das eine war ihre Pflicht als Monarchin, das andere ihre Pflicht als Mutter und sie empfand, dass diese Dinge vollständig im Einklang standen." Andrew kam 1960 zur Welt, acht Jahre nachdem seine Mutter den Thron bestiegen hatte, zu einem Zeitpunkt, als sie sich bereits in ihrer Rolle als Königin etabliert hatte und mehr Zeit für ihre Kinder hatte. Die Monarchin soll sogar zur Zahlung des außergerichtlichen Vergleichs mit Giuffre beigetragen haben, der 2022 geschlossen wurde und auf etwa 15 Millionen Dollar geschätzt wird.

Queen Elizabeth II. mit weiteren Mitgliedern des englischen Königshauses
Getty Images
Queen Elizabeth II. mit weiteren Mitgliedern des englischen Königshauses
Aufnahme aus den Epstein-Akten, veröffentlicht im Januar 2026, die Andrew Mountbatten-Windsor mit einer unbekannten Frau zeigen soll
Imago
Aufnahme aus den Epstein-Akten, veröffentlicht im Januar 2026, die Andrew Mountbatten-Windsor mit einer unbekannten Frau zeigen soll
Sarah Ferguson, Prinz Andrew, Queen Elizabeth II. und Prinz Philip 1986
PHOTOGRAPHERS INTERNATIONAL/ Action Press
Sarah Ferguson, Prinz Andrew, Queen Elizabeth II. und Prinz Philip 1986
Sollte Andrew irgendwann wieder bei royalen Auftritten dabei sein dürfen?
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